Ein Tag voller Zufälle...

So heute war wieder ein sehr aufregender Tag.. 

Ich bin um ca. halb neun aufgestanden..den Wecker hätte ich mir eigentlich gar nicht stellen brauchen, denn ab ca halb acht war es  schon so hell und warm im Zimmer, dass man automatisch wach wird.. Mein erstes Frühstück hier bestand aus einem Käsebrötchen und zwei Möhren, eigentlich nicht schlecht für den Anfang. Draußen am Pool schmeckte es eh doppelt so gut, es war schon sehr  warm und die meisten Leute schon unterwegs. Gegen zehn Uhr kam eine sehr nette junge Frau, den Namen lass ich jetzt einfach mal weg, von meiner Organisation und wir haben uns erstmal eine Stunde lang unterhalten.

Sie kümmert sich um all die Freiwilligen die herkommen, erklärt einem die 'Basics' und hilft, wenn es Probleme geben sollte. Zuerst musste ich einen Vertrag des Kinderheimes,   wo ich ab nächster Woche arbeiten werde, unterschreiben. Es ging eben grob darum, dass ich weiß, dass ich weder Drogen nehmen darf, betrunken bei der Arbeit erscheinen soll oder ab 10 Uhr eine Houseparty schmeißen sollte.. Also eigentlich selbstverständlich alles, aber informieren müssen die die Freiwilligen ja trotzdem immer wieder aufs Neue ;) Danach haben wir über das Land geredet. Ich konnte ihr Fragen stellen, die sie mir alle beantworten konnte, sie  hat mir einige Tipps gegeben, what to see and do here, aber auch Sicherheitshinweise.. 


Zu den Bettlern habe ich euch schon ja schon was zu gesagt, aber auch der Verkehr ist nicht ohne.. im Gegenteil.. ich rechne (noch) jede Minute damit angefahren zu werden, denn die Leute  fahren hier soo verrückt.. (zumindest für mich als Deutsche :D) Also erstmal ist hier wie ich schon mal erwähnt hatte Linksverkehr.. Das ist dann immer ein bisschen verwirrend, wenn man die Straße überqueren möchte, aber nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll... Außerdem hat man zuerst immer den Eindruck, das Auto fährt von alleine. Bis man wieder daran erinnert wird, dass der Fahrer für uns Deutsche auf dem Beifahrersitz fährt.. Wäre das nicht für den Anfang schon mal genug, neeein wird hier die (Fußgänger)ampel größtenteils nur als überflüssiges Straßensouvenir betrachtet.. Es gibt hier nur rot-grün Ampel,wobei rot oben ist und die wenigsten Südafrikaner auf das Wechseln zu grün warten.. Man geht über die Straße wann und wo man will, ständiges Rumgehupe ist ganz normal.. Ein Erlebnis für sich eine Kreuzung heile überqueren zu wollen... :D 

Das Verrückteste sind aber die Minibusse. Als Alternative zu den 'richtigen' Bussen passen nur ca. 15 Leute herein und halten überall an und lassen einen überall auch wieder raus. Man muss sich einfach nur am Straßenrand aufhalten und die Hand ausstrecken. Gefahren wird schnell. ganz normal halt. Heute bin ich zweimal mit einem gefahren.sie sind sehr billig und es ist einfach aufregend mit ihnen zu fahren, das muss man hier in Kapstadt einfach mal getan haben. ich werde die tage mal ein Foto von denen machen und sie hochstellen :)


So zurück zu meinem 'Meeting' heute morgen..

nachdem wir also alles besprochen hatten und ich noch einen Packen mit Infomaterial bekommen hatte, ging es los.. Dazu muss ich kurz  etwas erwähnen.. Normalerweise sind immer mehrere Freiwillige zur gleichen Zeit hier in dem Hostel, mit welchen man dann diese erste Woche in Kapstadt verbringt. Entweder kommen sie danach dann ins gleiche Projekt oder gehen in ein anderes. Bei mir ist es aber der Fall,dass gestern kein anderer Freiwilliger angekommen ist. Am Anfang hatte ich natürlich etwas Bedenken, aber die Sorgen haben sich schnell wieder in Luft aufgelöst. Erstens lernt man einfach hier im Hostel so schnell so viele nette Leute kennen, zweitens habe ich somit ein privates 'Meeting' und eine 'private Tour' durch die V&A Waterfront gehabt.. denn normalerweise hätten alle anderen Freiwilligen auch diese Einführung bekommen. Also eigentlich ganz cool ;-)


Zu zweit haben wir uns dann heute Vormittag (mit ihrem Auto) auf dem Weg zur V&A Waterfront gemacht. nur ca. 10 Minuten vom Hostel, gefahren sind wir am Meer entlang.. sie hätte ruhig etwas langsamer fahren  können, damit ich den Ausblick hätte noch länger genießen können.. Bei der V&A Waterfront handelt es sich um ein Hafenviertel. Dort gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Geschäfte wohin das Auge nur reicht.Es gibt hier viele Geschäfte, die man auch aus Deutschland kennt, wie Mango, Fossil, The Body Shop..aber da zogen mich keine zehn Kamele hin.. Zumal gibt es viele Restaurants, historische Museen, Kino, das Two Ocean Aquarium und vieles Meer. Außerdem starten  von hier viele Bootstouren, wie zum Beispiel auch zu der ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island,wo Nelson Mandela jahrelang gefangen gehalten wurde.. Da muss ich unbedingt mal hin.. In der Waterfront haben wir mir eine neue Simkarte gekauft. Bei vodcom, quasi das gleiche wie vodafone nur halt in Südafrika ;) Sprich wieder Internet unterwegs, obwohl ich die Zeit hier eigentlich nicht mehr soviel am Handy verbringen möchte um einfach mal runterzukommen und zu genießen.. Die Waterfront ist wirklich riiiesig und wunderschön.. Ich habe mehrere Stunden dort verbracht, aber immer noch nicht alles gesehen.. Es gibt so viel dort zu entdecken.. und natürlich auch dort an jeder Ecke Deutsche, die um Fotos bitten.. Es war heute wieder sehr sehr sehr sehr sehr sehr warm, doch trotz allem machte es mir  nichts aus, in der prallen Sonne draußen herum zu laufen. Im Schatten lässt es sich ganz gut aushalten.


Bis jetzt habe ich noch nicht wiiiirklich gefühlt dass ich in Afrika bin, denn Kapstadt wirkt sehr europäisch. Natürlich merkt man, dass vieles hier anders sind, die Menschen, die  Angewohnheiten  und so weiter, aber wirklich 'deep africa' ist das hier nicht.. dies änderte sich für mich schlagartig in einem großartigem Geschäft, den ich per Zufall entdeckt habe. ich habe bestimmt eine stunde darin verbracht. Zu kaufen gab es dort afrikanisches Kunsthandwerk, Besteck, Schmuck, Bilder, Skulpturen.. so viele schöne Dinge verteilt auf glaub ich  3 oder 4 Etagen... ich habe meinen Mund kaum wieder zubekommen :P (Gespielt wurde afrikanische Musik, ich hab mich zusammengerissen, dass ich nicht so richtig abgehe.. haha :D) Klar ich kann hier die nächsten sieben Monate immer mal wieder her kommen, aber ich musste einfach zuschnappen.. ich habe mir ein paar Kleinigkeiten wie unter Anderem einen Schlüsselanhänger und ein wunderschönes Kissen,bzw. den Bezug, gekauft.Ich werde einfach tausend Pakete 'hoch' nach Deutschland schicken müssen, wenn ich in den ersten Tagen schon so viel einkaufe...Also der Laden und auch noch ein paar andere kleine afrikanische Läden haben mir erst  wirklich gezeigt, dass ich nicht mehr in Europa bin... echt crazy :D


Auf dem Rückweg habe ich, per Zufall, ein Mädchen kennengelernt, was in den nächsten Stunde nschon zu einer echten Freundin wurde.. Also ich habe sie auf der Straße getroffen und einfach  nach dem Weg gefragt. ich dachte sie kenne sich aus, da sie aussah  als käme sie von hier. falsch gedacht. Une Francaise. Da sie auch keine Ahnung hatte bin ich also weiter gelaufen und habe jemand anderes gefragt.Ca eine halbe Stunde später auf dem Weg zurück zum Hostel kam sie mir plötzlich wieder entgegen.. was ein Zufall..  shit, ich hatte zu wenig Geld dabei um mir noch etwas zu essen zu kaufen, also hab ich im Hostel schnell Geld geholt und wollte los zum Spar... wen treffe ich wieder? Bintou (so heißt sie), sie war nämlich gerade auch am Einkaufen und wohnt hier in der Nähe.. Da beschlossen wir spontan, dass wir uns vielleicht einmal ''gewollt'' treffen sollten und verabredeten uns doch glatt für zwei stunden später. Geplant war chillen am Strand und den Sonnenuntergang beobachten..

Was wir erlebt haben war einfach mega cool.. aber ich bin zu müde dass jetzt auch noch zu erzählen, mach ich morgen oder so ;)

V&A Waterfront, Kapstadts Hafenviertel:

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