ganz viele Pinguine und ein deutsches Restaurant -Welcome to Africa..

Gestern Morgen ging es bei mir wieder früh los.. Eigentlich hätte ich schon um 8 Uhr abgeholt werden sollen. Aber hey ich bin jetzt in Südafrika, hier ist alles ein bisschen anders als in Deutschland :P eine Zimmermitbewohnerin sagte mir folgendes: ‚now‘ bedeutet für die Südafrikaner in ca 1 Stunde, ‚now now‘ in ca einer halben Stunde und ‚now now now‘ dann so bis zehn Minuten später. :D Das können sich die meisten Deutschen wohl nicht vorstellen, wo wir in Deutschland doch alle immer so pünktlich sind. Generell sind die Menschen hier viel offener und nicht so gestresst wie in Deutschland.

 Es gibt keinen Stress, wenn man eine halbe Stunde später  kommt ist das völlig normal und keiner ist sauer. Die meisten Menschen denen ich so auf der Straße oder in der Stadt begegne sind am Singen, am Lachen, am Tanzen. Man redet laut miteinander, keiner nimmt die Hand vor den Mund.. Ich mag diesen Lebensstil sehr und denke wir Deutsche (natürlich gibt es immer Ausnahmen (von deutscher als auch südafrikanischer Seite) das weiß ich, aber denke trotzdem, dass die meisten Menschen hier ruhiger und weniger gestresst durch’s Leben gehen… Naja also letztendlich wurde ich dann gegen 8.35 Uhr abgeholt und dann ging es los…


Zuerst haben wir mit dem kleinen Bus die anderen Teilnehmer bei deren Hotels abgeholt und sind auf dem Weg am Clifton und Camps Bay vorbei gefahren. Am Camps Bay war ich ja vorgestern Abend mit Bintou schon um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Clifton Bay sah auch nicht schlecht aus, dort haben wir aber nicht gehalten.


Jetzt fuhren wir im Richtung Chapman’s Peak Drive. Dabei handelt es sich um einer der berühmtesten und spektakulärsten Küstenstraßen der Welt, und ich sage euch, es stimmt! Es war so wunderschön mit dem Auto auf dieser Straße zu fahren. Rechts war das Meer und  man konnte verschiedene Strände sehen, die Berge, Tiere im Busch auf der linken Seite. Wir fuhren sehr schnell und der Wind peitschte nur so durch die Fenster, doch es war eine willkommene Abkühlung denn der gestrige Tag war sehr heiß! Die Straße ist sehr kurvig und es geht hoch und runter. Es hat einfach so viel Spaß gemacht und man konnte so viel sehen!! Richtig cool war, dass immer mal wieder rechts ein Parkstreifen für die Autos auftauchte, an denen man kurz eine Pause einlegen konnte um die Aussicht zu genießen. Das haben wir auch einmal gemacht.. Es war so wunderschön! Da wir leider für alles nicht so viel Zeit hatten, habe ich mir schon selbst geschworen, dass ich einen Tag auf jeden Fall noch einmal her kommen möchte. Mit ganz viel Zeit und Picknickzeugs würde es bestimmt wunderschön werden! 


Hier ein paar Fotos vom Chapman’s Peak:

Wir konnten auch runter zum Noordhoek Beach schauen. Dieser Strand ist einer der schönsten, die ich bis jetzt gesehen habe. Dort ist der Sand weiß und die Wellen auch nicht so stark! Deswegen gibt es einige Farmen und Reithöfe in der Umgebung die mehrstündige Reitausflüge zum Strand und durch den Busch anbieten, ob morgens, mittags oder zum Sonnenuntergang.. Das kommt aber sowas von auf meine To Do Liste!


Erster Stopp war Cape Point. Ein Kliff am Südende der Kap-Halbinsel hier in Südafrika. Ganz oben steht ein Leuchtturm, der zwar nicht mehr aktiv ist, von dem man aber einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer und die Berge hatte. Jedoch war der Weg nach oben nicht gerade einfach… Erstens war es mega heiß und zweitens war der Weg nach oben sehr steil. Aber kein Problem. Man konnte ja immer mal wieder eine kurze Atempause einlegen und sich etwas umblicken.

Zum Cape Point werde ich auf jeden Fall auch nochmal hingehen!

Hier einige Fotos:

Nach einer halben Stunde ging es leider auch schon wieder weiter. Zum Kap der Guten Hoffnung. Früher dachte man, dass dieses Kap der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinentes ist, wo atlantischer und Indischer Ozean aufeinander treffen… dies stellte sich doch im Laufe der Zeit als falsch heraus. Südlichster Punkt Afrikas ist nämlich das Kap Agulhas. Das Kap der guten Hoffnung ist ‚nur‘ der südwestlichste Punkt Afrikas. Dort ist das Meer sehr wild und stürmisch. Alle Touristen dort prügeln sich um einen Platz an dem berühmten Schild, um dort das typische Touristen-Foto zu machen.

Ich hab’s auch getan, hier isses:

Nun haben wir uns auf den Weg nach Simons Town gemacht. Das Berühmteste in Simons Town ist nämlich der Boulders Beach!

Seht hier warum:

JAAA ihr habt richtig gesehen!! Pinguine in Afrika! Ist das nicht cool? Ich konnte es zuerst auch nicht glauben.. bis ich es mit eigenen Augen gesehen habe.. Die Pinguine waren richtig süß, aber überall standen Warnschilder, dass man sie nicht streicheln und anfassen darf… Öfters haben sie wohl auch mal zugeschnappt.. Man konnte leider nicht direkt nach unten zu den Pinguinen, aber ich habe gelesen, dass es spezielle Touren gibt, zum Beispiel Kajakfahren oder Schnorcheln.. Dann kann man die Pinguine ganz aus der Nähe bewundern.. Simons Town aber selbst ist ein sehr süßes kleines Dörfchen, sodass ich auf jedenfall nochmal dorthin fahren werde.. Mann mann.. meine To Do Liste wird ja immer länger :D


Der Weg an der Küste zurück war wieder sehr schön! Ich hatte das Glück, dass das Meer immer auf der Seite war, an der ich im Auto saß. Somit hatte ich immer die beste Sicht während der Busfahrt! ;)


Da es bis jetzt noch sehr heiß und sonnig war, wollten Bintou und ich zum Sea Point und dort schwimmen gehen.. Doch urplötzlich wurde es nebelig und es hat sogar ein ganz kleines bisschen angefangen zu nieseln. Also entschieden wir uns dagegen. Stattdessen haben wir, ganz zufällig darauf aufmerksam gemacht worden, an einer 1.5 stündigem afrikanischer Tanzunterrichtsstunde teilgenommen. Diese fand in einer Art Tanz- und Schauspielhaus statt. Es war wirklich mega cool! Die Musik war bombastisch und die Choreografie die wir eingeübt haben war auch richtig cool… das Problem war nur, dass ich einfach überhaupt nicht mitgekommen bin.. Es war wirklich etwas schwierig und die anderen Teilnehmerinnen, und auch ein Teilnehmer, tanzten schon alle seit Jahren wo anders, waren somit also um einiges besser und generell sportlicher  als ich… Aber es hat trotzdem total viel Spaß gemacht und darauf kommt es ja an! Trotzdem habe ich mir, wie die Jahre davor, wieder vorgenommen in Zukunft mehr Sport zu treiben… ich halte euch auf dem Laufenden was daraus geworden ist  :D


Danach hatten wir einen ziemlichen Hunger und wollten so schnell es geht was essen gehen… Wir wollten aber weder zu Mcces noch zu KFC, also haben wir ein bisschen gesucht.. Wir wurden fündig und zwar mit ‚Cafe Extrablatt‘ hahaahah :D es ist ein deutsches Restaurant/Cafe/Bar und das war schon wirklich lustig :D In der Speisekarte konnte man sich auch echtes ‚deutsches Essen‘ bestellen… Zur Auswahl gab es Currywurst mit Pommes, und Wienerschnitzel und Sauerkraut… Wir beide haben uns aber für italienisches Essen entschieden… Pizza und Pasta :D

Den ganzen Abend haben wir also auf der Außenterrasse des Cafes verbracht, gegessen, geredet, Pläne für Touren geschmiedet und so weiter… Es war sehr sehr schön, da es immer noch warm war, alles so schön beleuchtet mit Kerzen und Lichterketten und das Essen war auch richtig gut! :P

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