Next Stop: Durbanville

Ersteinmal die kurze Info:

Hier in dem Kinderheim und in  dem Haus in welchem ich lebe, gibt es zurzeit leider kein Internet und da ich mir keine teure Internetflat kaufen möchte, kann ich also nur mal ab und zu ins Internetcafé gehen... ein bisschen doof natürlich.. hoffentlich ändert sich das bald!!

Am Samstag wurde ich gegen acht Uhr morgens abgeholt, von der Frau, die mich am Montag auch vom Flughafen ins Hostel gefahren hat. Wir haben ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto nach Durbanville gebraucht. Der  erste Eindruck von Durbanville war, dass hier eher die wohlhabenderen Südafrikaner leben, denn es stehen sehr viele Villen (umzäunt mit hohen Mauern, Maschendrahtzaun, Warnschilder, dass es Alarmanlagen gibt, etc...) hier. Das Stadtzentrum ist wirklich sehr schön hier. Von der Größe kann man es natürlich keinesfalls mit Kapstadt vergleichen, aber ich finde trotzdem, dass es an nichts fehlt. Von Cafés, Restaurants, Supermärkten, Schreibwarengeschäften, Drogeriemärkten, Souvenirläden, Internetcafés bis hin zu Shopping Malls, Bars, Clubs ist alles dabei. Der ‚Fruit Market‘ hier ist wirklich sehr sehr  cool! Dies ist ein Obst- und Gemüsemarkt, aber nicht draußen sondern in einer großen Halle, wo man jeden Tag frisches und sehr günstiges Obst und Gemüse kaufen kann. Die Auswahl ist riesig und die Preise wie gesagt wirklich günstig.. Ich habe mir eine Mango gekauft. Super lecker und umgerechnet nur ungefähr 60 cents ;) Ansonsten kann man, soweit ich es bis jetzt gesehen und gehört habe, nicht soo viel hier machen.. Also  ein bisschen shopping und spazieren gehen kann man auf jeden fall,  abends feiern gehen soll auch ganz nett sein, aber wenn man wirklich etwas erleben möchte fährt man nach Kapstadt. :D


Das Kinderheim ist wirklich riesig hier, die Anlage sehr schön. Es gibt verschiedene Häuser, in den einen leben die Kinder, in den anderen die Freiwilligen. Es ist sehr grün hier, die Kinder haben auf jeden Fall sehr viel Platz zum Spielen. Außerdem gibt es zwei große Swimmingpools für die  Kinder. Das finde ich wirklich cool, denn ab ca. 11 Uhr wird es wirklich sehr heiß hier und so können sich die Kinder im Wasser austoben. Bis jetzt habe ich ja noch nicht mit den Kindern gearbeitet, aber mit einigen schon gespielt und sie sind wirklich süß! Die Kinder sind unterschiedlichen  Alters und leben dementsprechend in unterschiedlichen Häusern. Die Volontäre werden dann unterschiedlichen Häusern zugeordnet. Kann also sein, dass ich mit den ganz Kleinen von ungefähr 2/3Jahren oder mit den größeren von ungefähr 15/16 Jahren arbeiten werde..  Ich bin also schon sehr gespannt!


Es gibt insgesamt an die 40 Volontäre hier (davon 30 deutsch..) und wir leben in verschiedenen Appartements. Ein Appartement ist für ca. 10 Volontäre. Es gibt eine Küche, ein Wohnzimmer, Bad, Toilette und die Zimmer. Ich lebe mit  drei anderen Mädchen in einem Raum. Ein Mädchen kommt auch  aus Deutschland, das andere aus Frankreich, das dritte aus England. Sie sind beide sehr nett und ich bin froh, mit ihnen in einem Zimmer zu sein.. Die Wohnungssituation ist natürlich eine große Umstellung für mich… Privatsphäre hat man hier eher weniger, da man eigentlich nie alleine ist. Daran muss ich mich noch gewöhnen. Mein Zimmer ist von der Größe her in Ordnung und ich war wirklich sehr  froh, meine ganzen Klamotten und  mein Kosmetikzeug endlich aus dem Koffer zu räumen :D Da sich die Freiwilligen selber um  die Sauberkeit und Ordnung in ihren Appartements kümmern müssen, kann man sich gut vorstellen, was hier so vernachlässigt wird.. Teilweise ist es wirklich sehr chaotisch und etwas dreckig hier, weil nicht jeder direkt sein Geschirr wegspült, seine Sachen wegräumt oder mal den Boden fegt.. Daran muss ich mich auf jeden Fall noch gewöhnen! Aber es ist okay, ich räume meine Sachen weg und versuche auch in meinem Zimmer so viel Ordnung wie möglich zu halten. In der Küche stehen mehrere Kühlschränke und man hat seinen Platz um dort sein Essen zu lagern. Wir bekommen eine warme Mahlzeit am Tag, habe ich bis jetzt aber noch nicht probiert.. Mir wurde gesagt, dass es zum Teil nicht so lecker sein soll und man sich besser was eigenes kocht.. Ich  kann aber nicht kochen :O Ich habe Mama schon um Kochtipps gebeten :D Außerdem bekommen wir Brot, Butter, Aufschnitt, Milch, Obst. Extras müssen wir aber selber kaufen.. Ich werde morgen mal ein bisschen einkaufen gehen und mir einen kleinen Vorrat anlegen.. auch mal wieder ein paar Süßigkeiten!


Am Samstag habe ich dann auch viele andere Freiwillige hier im Projekt kennengelernt.. Ich als ‚die Neue‘ musste mich natürlich erstmal bei allen vorstellen.. Die anderen Freiwilligen hier sind wirklich alle sehr nett. Der Großteil ist  weiblich, ich glaube von den 40 Volontären haben wir nur ca 10 Typen, und 90 % der Freiwilligen sind deutsch.. Zum Glück rede ich mit meiner Zimmermitbewohnerin und Bintou, beide aus Frankreich, englisch oder französisch, sodass ich wenigstens ein paar neue Vokabeln dazu lernen kann… Es ist aber auch gerade große Abreisezeit, viele die schon im Sommer gekommen sind, fliegen jetzt wieder nach Hause, andere wiederrum bleiben noch ein paar Monate. Das Minimum für einen Aufenthalt als Freiwilliger hier in Children’s Home sind aber 3 Monate.


Ansonsten habe ich an meinem ersten Tag hier im  Kinderheim nicht viel gemacht. Koffer und Taschen ausgepackt, die Anlage erkundet, in die City gegangen um etwas einzukaufen, ein Mittagsschläfchen gehalten, und bis spät abends draußen mit anderen Volontären geredet. Dann war ich aber auch froh endlich im Bett zu liegen und zu  schlafen.. Die letzten Tage hier waren ja schon ziemlich aufregend und ich war immer unterwegs :D

Fotos vom Kinderheim und Umgebung folgen noch ;)

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