Besuch im Löwenpark

Am Mittwoch, den 12.03.2014 wollte ich mit 5 anderen Freiwilligen einen Ausflug machen.

Ziel war der ‚Drakenstein Lion Park‘. Ich habe nämlich von zwei Mädels, die auch bei mir in der Wohnung wohnen, im Zimmer ein Foto gesehen, wo sie einen Babylöwen auf dem Arm hatten. Das wollte ich  natürlich auch machen, also nichts wie hin zum Löwenpark! Da wir kein Auto zur Verfügung hatten, mussten wir mit Minibus und Zug und wieder Minibus nach Paarl fahren. Es war auf jeden Fall eine (lange) Abenteuerfahrt, da wir noch nie in Paarl waren und jede Station mit der Nase an der Fensterscheibe klebten um heraus zu finden, ob wir denn schon da waren.

In den Zügen hier werden die Haltestellen nämlich nicht durchgesagt.. Man muss halt gucken oder fragen, wo man ist. Die Landschaft, die wir vom Zug aus sehen konnten, sah sehr schön aus. Raus aus der Stadt, rein in die Natur dachte ich mir nur. Paarl ist nämlich ein Weinanbaugebiet, dass bedeutet ganz viele Berge und Felder wohin das Auge blickt. Eine Abwechslung zu dem Stadtleben in Kapstadt, dem vielen Verkehr, dem Lärm und der vielen Menschen.


Im Löwenpark angekommen, haben wir dann erstmal den ‚Chimp Heaven‘ besucht. Dieser kleine Affenpark ist nämlich neu. Dort haben wir dann eine kleine geführte Tour bekommen und uns wurde erzählt, wo die Affen her kamen, um welche Rasse es sich handelt und so weiter. Alle Tiere des Affen- und Löwenparks wurden quasi vor dem Tod gerettet, da sie entweder im Zoo oder von Privatpersonen misshandelt, gequält und in den schlimmsten Lebensumständen gehalten wurden. Dieser Park bietet ihnen Schutz und ein lebenslanges Zuhause. Deswegen für das Affengehege auch der Name ‚Chimp Heaven‘ (=Chimpansen Himmel).

Ein Chimpanse wollte wohl besonders lustig sein, als er in seinem Gehege Erde und Gras aufgehoben hat und durchs Gitter nach uns neugierigen Touristen geworfen hat.. Er hatte es wohl satt, von so vielen Touristen angestarrt und abgelichtet zu werden, verständlich :D

Nur 200 Meter weiter erblickten wir den Eingang zum Löwenpark. Der Park ist wirklich riiiiiesen groß, es leben glaube ich an die 36 Löwen und Tiger dort. Vor jedem Gehege, war ein Plakat mit einem kurzen Steckbrief über das jeweilige Tier. Es ist einfach unvorstellbar, wie grausam die Tiere behandelt wurden. Viele (Zoo-)löwen mussten über Jahre in einem, für ausgewachsene Löwen winzigem, Käfig von 4x4 Metern ausharren… so schlimm! Aber umso schöner war es zu sehen, wie die Tiere jetzt leben können. Sie sind alleine oder teilen sich ein Gehege zu zweit, genügend Platz zum Laufen und Austoben.

Aber wo sind die kleinen süßen Babylöwen?! Als wir eine Freiwillige, die dort arbeitet gefragt haben, saß die Trauer tief.. Dort in  Paarl gibt es wohl zwei Löwenparks, einer mit Babylöwen zum Streicheln und auf den Arm nehmen, einer ohne… Und dann ratet mal, in welchem Park wir gelandet waren :-D Naja egal, wir waren trotzdem froh hier zu sein!

Cool war es auch, die Löwenfütterung mitzuerleben. Schon kurz vor 16 Uhr gingen die meisten Löwen auf und ab, sie wussten schon, dass es gleich was Feines zu essen gibt. Um Punkt 16 Uhr haben einige Arbeiter dann Hühner in die Gehege geworfen. Pro Gehege vielleicht so 5/6 Hühner, die natürlich schon tot waren. (Mit lebenden Tieren dürfen die Löwen und Tiger natürlich nicht gefüttert werden, das wäre Tierquälerei und könnte auch für die Löwen böse enden..) Teilweise haben sich die Löwen gierig und hungrig aufs Essen gestürzt, während es andere gar nicht so eilig hatten.


Wir hatten es nach dem Besuch aber schon ziemlich eilig wieder nach Hause zu kommen, da wir alle vor Hunger fast gestorben wären… :D

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