Ein unvergesslicher Karneval in Kapstadt

Das Wochenende vom 14. bis zum 16. März war sehr aufregend und schön..


Da ich in der Woche short week arbeiten musste, hatte ich das Wochenende frei. Am Freitag sollte es wieder an die 30 Grad werden, also ab an den Strand. Schon früh am Vormittag habe ich mich auf den Weg nach  Kapstadt gemacht, ich wollte das Wochenende bei Bintou verbringen. Wir haben den ganzen Mittag am Llandudno Strand gechillt. Dabei handelt es sich um einen wuuuunderschönen Strand, der etwas weiter entfernter ist vom Zentrum Kapstadts. 

Aber da wir ja Maggie hatten, so heißt Bintous Auto :P, war es kein Problem für uns dorthin zu kommen. Alleine schon die Fahrt an der Küste war schon einen Ausflug wert. Ganz viele Kurven haben die liebe Maggie ganz schön ins Schwitzen gebracht und uns umso mehr zum Lachen.. Der Strand ist überhaupt nicht touristisch, das fand ich wirklich sehr schön. Das Wasser ist sauber und sehr klar, aber sooo verdammt kalt.. Bintou hat sich erst gar nicht herein getraut, ich war ab und zu mal für fünf Minuten drinnen.. Der Großteil der Leute im Wasser waren Surfer, schön eingepackt im Neoprenanzug lässt es sich natürlich auch gut aushalten.

 Das erste Lustige was uns passiert ist war, dass uns (natürlich NUR UNS) bei einem leichten Windstoß der Sonnenschirm weggeflogen ist. Wie gesagt, es waren nicht so viele am Strand, also waren schnell sämtliche Blicke auf uns gerichtet, vor allem als wir wie bescheuert diesem hässlichen Sonnenschirm hinterher gerannt  sind aber er immer weiter weggeflogen ist.. Letztendlich haben wir ihn wieder einfangen können, aber der Weg zurück zu unserem Platz war sehr weit…

Als nächstes haben sich auf einmal zwei herum streunende Hunde AUF (!!) meine Tasche und halb auf mein Handtuch  gelegt, schön im Schatten unter dem Sonnenschirm natürlich, und es sich gemütlich gemacht.. Bintou fand dies aber absolut gar nicht witzig, da sie tierische Angst vor Hunden hat und sie überhaupt nicht leiden kann.. Ich fands eigentlich ganz witzig. Die Tatsache, dass alle Leute am Strand einen Sonnenschirm hatten, aber sich die Hunde ausgerechnet zu uns legen mussten... Bintou hat dann (fast) jede Familie am Strand gefragt, ob der Hund zu ihnen gehöre und sie ihn bitte wieder zu sich rufen könnten.. Niemand kannte aber die Hunde.. Spätestens nach dieser zweiten Aktion waren wir dem ganzen Llandudno Strand bekannt :-D


Am frühen Abend haben wir uns auf dem Weg zu dem Berg Signal Hill in Kapstadt gemacht. Dort kann man nur mit dem Auto hoch, aber auch hier hat uns die alte kleine Maggie gute Dienste geleistet. Von dem Signal Hill hat man eine wunderschöne Aussicht auf  das Meer, die Strände, das Stadtleben.. Den mächtigen Tafelberg im Rücken. Mit ganz viel Obst und Käsebroten waren wir bis zum krönenden Sonnenuntergang gut ausgestattet. Dieser war einfach nur fantastisch, wunderschön, direkt vor uns über dem Meer ging die Sonne unter. Danach wurde es aber soo kalt, die anderen Leute waren so schlau und hatten dicke Jacken, Decken, Tee, etc. dabei. Wir hatten leider nicht so weit gedacht. Deswegen haben wir es nach dem Sonnenuntergang auch nicht mehr allzu lange auf dem Berg ausgehalten.. Die Stadt spät abends, wenn es schon dunkel ist und die Straßenlaternen und Autos leuchten, sieht von oben einfach wuuunderschön aus. Dieses Bild ist einfach unvergesslich. Sunset auf dem Signal Hill schreit also auch nach einer Wiederholung :-)

Am Samstag war dann abends der große Karnevalszug in Kapstadt und um nicht ganz so Außenseiter zu sein, haben sich Bintou und ich vormittags noch jeweils eine coole Maske und Glitzerspray gekauft. Mit noch ein paar anderen Freunden von ihr haben wir uns dann am frühen Abend getroffen. Bintou wohnt einfach perfekt! Genau zwischen Stadtzentrum und Strand. Nur 2 Minuten Fußweg die Straße herunter und schon waren wir auf der Hauptstraße, auf welcher auch der Karnevalszug stattfinden sollte. Ein Glück, dass wir nicht mit dem Auto fahren mussten, denn die Straßen waren ab nachmittags  gesperrt. Um 19.40 Uhr ging es dann los. Der Karnevalszug ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Düsseldorfer.. Erstmal setzen die Zuschauer hier nicht viel auf verkleiden, (wenn überhaupt) eine coole Maske, ein lustiger Hut oder ein bisschen Glitzerspray, das war’s. Zweitens wird hier nicht Alkohol getrunken um in Stimmung zu kommen, das ist nämlich verboten. Wäre aber auch gar nicht nötig gewesen, denn die Atmosphäre war auch im nüchternen Zustand bombastisch. Die Menschen hier sind alle so musikbegeistert, Jungen, Mädchen, ältere, jüngere, dicke, dünne.. einfach alle tanzen auf der Straße, egal ob Musik läuft oder nicht. Der Zug war dementsprechend auch eher ‚musikalisch‘ ausgerichtet, also es wurde nicht soo viel auf Verkleidungen und Kostüme gesetzt. Die Verkleidungen, die sie aber trugen waren sehr schön, ausgefallen und bunt. Die Menschen waren bunt angezogen, teilweise aber auch ohne Schuhe, manche Frauen nur im Bikini, andere oben ohne, andere mit 3 Meter hohen Absätzen.. Die Stimmung, und vor allem die Musik, waren während des gesamten 3,5 stündigen Zugs ausgezeichnet. Auch wenn keine Süßigkeiten geworfen wurden und es später echt kühl wurde, hatten wir sehr viel Spaß! Manche sagen, dass der Karneval hier sogar den in Brasilien toppen würde.. Kann ich nicht beurteilen, aber einzigartig war er hier auf jeden Fall!

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