Erfahrungsbericht

Mein Erfahrungsbericht, welchen ich für meine Organisation verfasst habe und online gestellt wurde:

 

Quelle: http://www.auszeit-weltweit.de/Erfahrungsberichte/Freiwilligenarbeit-Suedafrika-60

,,Erstmal ein ganz großes Dankeschön an die Organisation Auszeit-Weltweit und an die gute Betreuung und Vorbereitung auf wunderbare 6 Monate in Südafrika, die ich niemals vergessen werde!


Ich hatte schon lange überlegt nach dem Abitur ins Ausland zu gehen und bin total froh, dass ich es getan habe! An alle diejenigen, die sich überlegen für einen sozialen Dienst nach Südafrika zu gehen, tut es! Es wird euch sehr viel weiter bringen im Leben, ihr werdet die tollsten Leute kennenlernen, darunter vielleicht lebenslange Freundschaften schließen, lernt andere Kulturen kennen und entdeckt, wie viele schöne Plätze unsere Welt zu bieten hat :-)


Ab ging es also ans andere Ende der Welt, 6 Monate habe ich in der Nähe von Kapstadt in einem Kinderheim gearbeitet und bin danach noch einen Monat in Sambia gewesen. Ich war noch nie in Südafrika gewesen, hatte vorher aber natürlich schon viele Fotos im Internet gesehen, jedoch war ich echt beeindruckt wie schön Kapstadt ist!


Während meiner Zeit in Südafrika bin ich sehr viel gereist, ich bin insgesamt 1.5 Monate mit Baz Bus (seeehr zu empfehlen!!) ,dem Auto und dem Flugzeug die Küste entlang, durchs Landesinnere, im Krüger und über die Landesgrenze hinaus gereist, habe somit also sehr sehr viel gesehen, jedoch ist und bleibt Kapstadt für mich die schönste Stadt der Welt! ☺


Die Arbeit mit den Kindern im Kinderheim habe ich mir ganz anders vorgestellt. Ich war sehr überrascht als ich erfahren habe, dass ca. 40 Freiwillige dort arbeiten und davon 36 aus Deutschland sind... Das war nicht das was ich erwartet hatte! Da solltet ihr euch auch darauf vorbereiten, dass die meisten Freiwilligen oder generell Touristen in Südafrika deutsche sind und das man nicht mit der Erwartung nachher perfektes englisch sprechen zu können los fliegen sollte... Das fand ich sehr schade, dass es im Kinderheim nicht so international war und man eigentlich nur mit den Kindern und unterwegs englisch gesprochen hat.


Bezüglich der alltäglichen Arbeit muss ich sagen, hätte ich erwartet, dass wir mehr machen müssen. Jedoch sah es so aus, dass wir eine Woche 5 Tage arbeiteten mussten, die darauffolgende nur zwei und immer so weiter. Anfangs mussten wir Nachtschicht arbeiten, nach drei Monaten wechselte es dann zur Tagschicht. Da wir aber so viele Freiwillige waren, hatte man nicht immer etwas zu tun und vor allem die Nachtschicht war sehr langweilig, da die Kinder natürlich schliefen ;-)


Ich kann euch also sagen, dass wenn ihr denkt, ihr würdet vor Ort die Welt verändern und etwas ganz Großes vollbringen, ihr womöglich enttäuscht werdet. Jedoch muss ich aber auch sagen, dass es ganz unterschiedlich ist, von Person zu Person. Es kommt darauf an, was ihr wollt. Wenn man die Freiwilligenarbeit als Nebensache sieht und vorrangig Strand, Party, Ausflüge, Urlaub im Kopf hat, wird man in Kapstadt nicht enttäuscht, dort kommt jeder Geschmack auf seine Kosten.


Wenn ihr jedoch vor allem für die Kinder dort seid, gibt es genug Möglichkeiten auch neben der eher bedürftigen Arbeit mit den Kindern etwas zu machen. So habe ich versucht mit anderen Freiwilligen an unseren freien Tagen mit den Kindern Ausflüge zu unternehmen, nachmittags habe ich mit ihnen gebacken, gemalt, gespielt, gebastelt oder bin mit ihnen ins Einkaufszentrum gegangen.


Die Kinder sind wirklich toll und ich lege jedem ans Herz, so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen, da sie immerhin der Grund sind, warum man sich für dieses Auslandsprojekt entschieden hat! Aber wenn ich frei hatte, habe ich natürlich auch viel unternommen um das Land und seine Leute kennen zu lernen. Ich habe mich auf jeden Fall in seine Landschaft und Tierwelt verliebt und werde ganz bald wieder kommen!


Über meine Zeit habe ich auch einen Blog geschrieben, den ihr euch gerne durchlesen könnt und mich bei Fragen auch kontaktieren könnt ;-) Ich würde mich sehr freuen! 


Last but not least ein paar nützliche Tipps und Hinweise:


• rechnet genügend Taschengeld pro Monat ein, 200 Euro sollte man schon haben. Vergleichsweise zu Deutschland, ist dort alles zwar günstiger, jedoch müsst ihr auch bedenken, dass ihr euch verpflegen müsst, ihr braucht Kleidung, Ausflüge und Urlaub wollte ihr ja auch mal machen. Außerdem sind die touristischen Attraktionen alle überteuert, an ihnen kommt man aber auch nicht dran vorbei ;-)


• macht vorher den Führerschein! Durch Südafrika oder auch in Kapstadt fährt man am besten mit dem Auto, man ist flexibler, es macht Spaß und man ist unabhängig!


• Wegen Malaria müsst ihr euch in Südafrika wirklich keine großen Sorgen machen. Vorsicht ist bekanntlich natürlich besser als Nachsicht, jedoch müsst ihr euch nur Gedanken machen, wenn ihr nach oben in Richtung Krüger National Park fahrt, ansonsten braucht ihr keine Panik schieben ;-)


• Südafrika ist ein sehr entwickeltes Land, modern und es fehlt einem eigentlich an nichts. Es gibt aber natürlich immer noch Townships und Armut ist noch nicht bekämpft. Aber es ist auch ein sehr ,,weißes‘‘ Land, sprich wenn man wirklich Afrika kennenlernen möchte, sollte man in ein anderes Land gehen. Ich fand Südafrika für meinen ersten Afrika Aufenthalt jedoch super, da der Kulturschock nicht ganz so groß war, es ist eben sehr europäisch :-D


• Hängt mit Einheimischen ab und schließt auch Freundschaften außerhalb eures Projekts! Nur so lernt ihr das Land und die Kultur wirklich kennen, bekommt ganz viele Insidertipps, die in keinem Reiseführer drinnen stehen, und spricht zumindest etwas englisch ;)


• Nehmt nicht so viel Gepäck mit, man kann alles dort viel günstiger kaufen, Adapter, Kleidung zum Beispiel. Jedoch sollte man vor allem auf den Märkten und beim Taxifahren aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird! Handelt den Preis immer mindestens 1/3 herunter, sonst braucht man ganz schnell mehr als 200 Euro Taschengeld im Monat ;)


• Ansonsten freut euch auf die Orientierungswoche, die wird euch gefallen! Vergisst eure Toleranz und Offenheit gegenüber einer neuer Lebensweise nicht und habt einfach Spaß☺


Es wird die Zeit eures Lebens!!


Top Ziele Kapstadt:

Sonnenaufgang vom Lion’s Head, Feiern auf der Long Street, Pinguine am Boulders Beach, Wine Tasting, Sonnenuntergang vom Signal Hill, surfen am Bloubergstrand, Hout Bay Markt, bester Burger der Stadt im Royale Eatery auf der Long Street, Sonne genießen am Llandudno Strand


Top Ziele Südafrika:

Kapstadt, West Coast National Park, Coffee Bay, Jeffrey’s Bay, Addo Elephant National Park, Kruger National Park, Cederberge


Melissa Nemi ''

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