Südafrika,wie ich es erlebt habe,von A-Z

,,Ich möchte auch nach Südafrika... aber was packe ich ein? Muss ich vorher ein Visum beantragen? Was kann man dort denn so machen? Und was ist überhaupt die beste Reisezeit für einen Südafrika Besuch?''

Diese und viele andere Fragen versuche ich euch in diesem Artikel zu beantworten.

Schaut doch mal rein! Vielleicht bleiben noch Fragen übrig oder ihr habt selber noch ein paar Tipps? Immer her damit ;-)


A:   Allgemeines, Adrenalinkicks, Auto mieten

B:   beste Reisezeit, Baz Bus

C:   

D:   

E:   Essen, Events

F:   Freiwilligenarbeit

G:   Gesundheit

H:

I:    Internet + Handy

J:

K:   Kapstadt-To Do Liste

L:  

M:  Minibusse, Menschen 

N:

O:   die schönsten Orte

P:   Party

Q:

R:   

S:   Sicherheit

T:   

U:

V:   Visum

W: Währung und Geld

X,Y,Z:


Allgemeines:


Ich habe von Februar bis September 2014 in Kapstadt gelebt. Zu der Zeit war ich 18, und hatte das Jahr zuvor mein Abitur gemacht. Ich habe 6 Monate in dem Kinderheim ,Durbanville Children's Home' in Durbanville, ca. 20 Minuten Autofahrt von Kapstadt, gearbeitet und gelebt. Ich hatte viel Freizeit, in welcher ich Kapstadt und die Umgebung kennengelernt habe, habe einige Freundschaften zu Leuten geschlossen, die vor Ort schon länger lebten und somit viele Insidertipps erfahren. Ich bin insgesamt 1.5 Monate durchs Land gereist. Alleine, mit dem Flugzeug, Baz Bus und dem Auto. Im Krüger National Park war ich zum Abschluss noch mit einer Freundin zusammen.

Adrenalinkick:


Du bist ein kleiner Adrenalinjunkie? Magst Abenteuer und fühlst dich zu gewissen Nervenkitzel Aktionen hingezogen? Dann wird Südafrika ein Paradies für dich sein!


Paragliding:

Ich selber habe Paragliding gemacht. Zu meinem Geburtstag habe ich mir diesen Nervenkitzel gegönnt, meine Familie erfuhr es NACHHER davon :D Ich bin in Kapstadt vom Signal Hill abgesprungen und es war wirklich fantastisch! Kapstadt von oben habe ich ja schon öfters vom Tafelberg, Lion’s Head oder Signal Hill gesehen, aber über Kapstadt zu fliegen, war dann noch mal ein ganz anderes Gefühl! Ich habe es wirklich total genossen und würde es bestimmt, an einem anderen Ort, nochmal tun!


+ wird an verschiedenen Orten in Südafrika angeboten

+ Gefühl von Freiheit und Glück

+ grandiose Aussicht

+ Spaßfaktor ist größer als Adrenalinkick

+ mit eigener Actionkamera tolle Fotos schießen

+ schöne Erinnerungsfotos und Video vom Veranstalter


-Teuer (ca. 100 Euro)

-wetterabhängig

-kurzer Flug (ca. 10 Minuten)

-man kann Kapstadt auch von den Bergen von oben genießen, kostenlos

-nicht DER Adrenalinkick

Bungee Jump:

Den höchsten Bungee Jump der Welt von einer Brücke kann man an der Garden Route von der Bloukraans Brücke machen. Über 210 Meter ist sie hoch, die Kulisse spektakulär! Ein paar Freunde haben sich in die Tiefe gestürzt und meinten, dass es ein überwältigendes Gefühl gewesen sei und sie noch niemals so viel Adrenalin im Körper gespürt hatten… Ich selber habe den Sprung auf meiner letzten Südafrikareise nicht gewagt, aber ich habe vor es bei meinem nächsten Besuch zu wagen! Dann gibt’s natürlich auch ein schwindelerregendes Beweisfoto ;-)

 

Shark Cage Diving:

Ganz beliebt ist auch das Haifisch-tauchen, bei welchem man in einem Käfig ein paar Meter neben dem Boot ins Wasser getaucht wird und die gewaltigen Meeresbewohner hautnah erleben kann. Dazu werden sie mit Fressen angelockt und es kann natürlich sein, dass man in kurzer Zeit von mehreren dieser unheimlichen Tiere umgeben wird oder das man einen einzigen Hai auf weite Entfernung nur erahnen kann… reine Glückssache würde ich sagen. Die ganze Geschichte beginnt aber schon morgens gegen vier Uhr, weil die Haie dann auf Beutezug und hungrig sind… jihaa… mit einem Boot geht es dann hinaus aufs Meer, Frühstück, Ausrüstung, Fotos, ein kurzes Briefing sind alle im Preis enthalten. Stattfindet tut das immer populärer werdende Haifischtauchen in dem kleinen Ort Kleinbaai, ca. 2 Stunden von Kapstadt.  Zu Anfangs wollte ich mich auch in die Tiefe stürzen, dann entschied ich mich aber doch dagegen. Ich bin nämlich kein Frühaufsteher und bin mir ziemlich sicher, dass mir um diese Uhrzeit auf einem wackeligen Boot seeehr schlecht werden würde, das Geld war es mir nicht wert,  auch weil ich finde, dass es Tierquälerei ist, es ist eben nicht garantiert, dass man die Tiere überhaupt zu Gesicht bekommt, ein Adrenalinkick ist es auf jeden Fall, jedoch ein ziemlich großer Risikofaktor auch! Klar kann das Seil vom Bungee Jump reißen, aber Haie sind nun mal unberechenbar und nicht kontrollierbar..

 

Safari:

Eine Safari finde ich einfach total spannend und spaßig zugleich, es ist ein Adrenalinkick und es gibt unzählige Möglichkeiten. Ob mit dem Pferd durch den Addo Elephant  National Park nahe Port Elizabeth neben Elefanten, Zebras, Giraffen und Löwen zu reiten (Ich spreche da aus Erfahrung! ES WAR SOO GEIL !!) oder mit dem eigenen Auto durch den Krüger National Park zu fahren, wird es definitiv ein unvergessliches Erlebnis bleiben! Ich würde im KNP keine gebuchte Tour machen, da diese immer sehr teuer sind und es mit seinem Reispartner und dem Mietauto einfach viel mehr Spaß macht und man flexibler sein kann. Außerdem sieht man IMMER Tiere. In meiner 4 tägigen Tour durch den KNP mit einer Freundin haben wir die Big Five, außer des Leoparden, alle gesehen und waren einmal von 8 Löwen umgeben, die neben unserem Auto ein Zebra erlegt habe und es auffraßen.. an unserem Auto vorbei ist die König der Löwen Familie entlang spaziert. Also wenn das kein Adrenalinkick ist… weiß ich auch nicht mehr :-P

Oder als auf einmal eine riesige Herde von Büffeln rechts von uns, die wir die ganze Zeit unwissend beobachtet hatten, plötzlich von drei Löwinnen auf Jag angegriffen werden. Wir in unserem Auto mittendrin, total geschockt. Oder als aus dem Nichts plötzlich eine Elefantenherde von mindestens 30 Tieren aus dem Busch kam und uns den Weg versperrt haben.. wie aufregend!!

Ansonsten gibt es noch viele viele weiter Möglichkeiten, seinen Tag ein wenig spannender zu gestalten. Vom Spaziergang mit Cheetahs bis hin zum Fallschirmspringen ist alles dabei. Für die weniger mutigen unter euch, wie wäre es mit einer Schnorcheltour umgeben von Pinguinen am Boulder’s Beach in Kapstadt, einem Helikopterflug, eine Bootstour zum Wale beobachten in Hermanus während der Walsaison, einem Strandritt am Meer oder einem Surfkurs?

Einen groben Überblick findet ihr auf folgender Seite:

 

http://www.sa-venues.com/activities/default.htm


Auto mieten:


Durch Südafrika zu reisen ist wirklich unkompliziert und einfach. Ob alleine oder in einer Gruppe, mit dem Bus oder dem Flugzeug, ob von Backpacker zu Backpacker oder nur in Luxushotels… Jeder Geschmack wird auf seine Kosten kommen und einen traumhaften Urlaub in Südafrika erleben.


Sich ein Auto zu mieten und mit ein paar Freunden auf eigene Faust das Land zu entdecken ist natürlich das aller beste und macht sehr sehr viel Spaß. Man ist flexibel und unabhängig und nicht auf Verfügbarkeiten und Zeiten angewiesen. In Südafrika sind die meisten Straßen gut befahrbar, und man wird nur in Dörfern auf Schlaglöcher und sogenannte ,Dirt Roads‘ treffen. Deshalb muss man, selbst wenn man durch den Krüger National Park fährt, nicht unbedingt einen 4x4  Wagen mieten sondern kommt mit einem normalen kleinen Auto gut aus! Durch Kapstadt mit dem Roller zu fahren stelle ich mir bestimmt auch echt toll vor, die Berge hoch fahren, um die Kurven düsen und überall stoppen können um die phänomenale Aussicht zu genießen…. Was gibt es schöneres? Man braucht den nationalen UND internationalen Führerschein um ein Auto mieten zu können, außerdem sollte man mindestens 21 Jahre alt sein, wenn man jünger, jedoch älter als 18, ist, muss man Extrakosten einplanen. Es gibt unterschiedliche Firmen, die ihren Sitz meist direkt am Flughafen haben und es lohnt sich definitiv sich vorher im Internet schlau zu machen. Preise können sehr variieren, aber generell ist das Automieten in SA sehr günstig. Auch Benzin ist in Deutschland um einiges teurer als im südlichsten Land Afrikas. Dort herrscht übrigens auch Linksverkehr, über den ihr euch aber keine Sorgen machen müsst. Wenn ihr schon ein bisschen Praxiserfahrungen im Rechtsverkehr gemacht habt, wird euch das Fahren auf der anderen Seite auch gar nicht so schwer fallen. J Klar muss man darauf achten, wie man in einen Kreisverkehr fährt und auf welcher Seite man überholt, aber ansonsten ist es s ziemlich das Gleiche wie hier ;-) Aber die Südafrikaner fahren schon etwas chaotisch und riskanter..  An einer Ampel wird bei Rot schon angefahren, wenn man weiß dass sie gleich auf grün springt, und wenn man erst bei grün den Gang einstellt, wird hinter einem schon gehupt und gedrängelt… Dieses Verhalten steht eigentlich im Gegensatz zu der allgemeinen Einstellung und dem Charakter der Südafrikaner. Nämlich sich nicht stressen zu lassen und alles eher entspannter anzugehen… Beim Autofahren machen sie da wohl eine Ausnahme;-)  Aber auf Autobahnen gibt es strikte Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Blitzer die am Rand stehen funktionieren auch und sind keine Attrappe. Eher weniger stolz kann ich sagen, dass ich da aus eigener Erfahrung spreche… :-D Durch Südafrika mit dem Mietwagen zu fahren ist echt lustig und mit den richtigen Leuten wird man eine unvergessliche Zeit erleben!


Worauf ich noch achten würde ist: Es gibt ab und an am Straßenrad stehende Leute, die per Anhalter fahren wollen. Da würde ich echt aufpassen und gerade wenn man alleine unterwegs ist, keinen Fremden einsteigen lassen! Abends aber auch tagsüber NIE Wertsachen im Auto liegen lassen und wenn möglich das Auto in einer sicheren Gegend abstellen. Und sich vorher informieren OB man überhaupt Auto  fahren sollte und darf…  Selten übernehmen Auslandskrankenversicherungen auch Kosten die bei einem eventuellen Autounfall entstehen, viele Organisationen von Au Pairs und Freiwilligen erlauben den Teilnehmern nicht, während des Aufenthaltes Auto zu fahren...

Deshalb lieber vorher informieren :-)


Beste Reisezeit:


Wann ist die beste Zeit für einen Südafrika Aufenthalt? Welche Monate sollte ich vermeiden?

                                      -Schwer beantwortbare Fragen!-


•      Die Jahreszeiten in  Südafrika sind nicht eindeutig einzuteilen wie in Deutschland.

• Da Südafrika auf der Südhalbkugel liegt, ist dort Sommer wenn wir Winter haben, wenn es bei uns langsam kälter wird(Herbst), wird es dort wärmer (Frühling).

• Man kann nicht garantieren, dass es im Sommer nicht auch mal regnet oder das Winter warme und sonnige Tage hat.

• Die beste Reisezeit kann man nicht pauschal nennen.

• Abhängig von dem was man machen will, wo man hin möchte und wie viel Zeit man zur Verfügung hat.


Den südafrikanischen Sommer würde ich in den Zeitraum von November bis März einordnen. Im Sommer werden in Südafrika sehr hohe Temperaturen gemessen, aber in Kapstadt ist es meistens windig und eine leichte Windbrise auch im Sommer ist garantiert. Wenn man Weihnachten und Silvester mal am Strand feiern möchte oder generell dem deutschen Winter entfliehen möchte, hat sich da mit Südafrika ein gutes Ziel gesetzt. Die Temperaturen sind perfekt zum Sonnen, braun werden und Schwimmen. In Kapstadt zum Beispiel findet man den Atlantischen Ozean vor und der ist sehr sehr kalt zum Schwimmen. Wenn dann wenigstens die Außentemperatur schön warm ist, kann man sich wenigstens kurz für eine Abkühlung ins Wasser wagen.. Außerdem wird man nach der anstrengenden Besteigung des Tafelbergs meist mit einer wunderbaren, klaren und wolkenlosen Aussicht über ganz Kapstadt belohnt und kann ganz weit gucken. Der Himmel ist strahlend blau und man kann seine Ausflüge gut im Voraus planen, weil man sich (eigentlich) auf das Wetter verlassen kann. Nachteilhaft  für den Sommer ist meiner Meinung nach, dass die Hitze einen manchmal echt überfordern kann und man viele Ausflüge doch nicht machen kann. Es wird wirklich sehr sehr heiß und wer sich zur Mittagszeit an den Strand ohne Sonnenschirm setzt, über die Märkte spaziert oder den Tafelberg hoch wandert… tja dem ist dann auch nicht mehr zu helfen :D Da ist natürlich die Hochsaison ist, sind die Strände und viele Touristenattraktionen überfüllt, ich musste im Februar zum Beispiel 2 Stunden bei 32° (gefühlt 40°) an der Kasse vor dem Tafelberg anstehen… Man muss überall also lange Wartezeiten einplanen! Das macht dann einfach keinen Spaß mehr. Außerdem steigen die Preise, beim Reisen kann man nicht so spontan und flexibel sein, da die meisten Backpackers und Hotel weit im Voraus schon ausgebucht sind…  Außerdem ist der Sommer auch die beste Zeit für Mücken, einen Besuch in den Krüger National Park sollte man meiden. Aber auch anderswo können die (auch ungefährlichen) Mücken nervig und lästig sein.

Wie man also sieht, gibt es nicht nur Vorteile im Sommer.


Der Winter ist in Südafrika zwischen Juni und September. Kapstadt kann man in dieser Zeit komplett vergessen! Es regnet fast jeden Tag und man kann gar nichts machen. Natürlich kann man was machen. Ins Kino oder Theater gehen, shoppen, essen, in ein Museum.. Aber die meisten Attraktionen sind doch eher draußen. Die Strände, die Berge, die Nationalparks… Die kann man dann aber bei so einem Wetter knicken. Außerdem ist es sehr sehr kalt!! Der Winter in Südafrika äußert sich nicht durch Schnee wie, wenn wir Glück haben in Deutschland, sondern durch Kälte und REGEN REGEN REGEN REGEN und nochmal REGEN. Die Nächte sind ungemütlich, es gibt keine Zentralheizung in SA und auch die meisten Wohnungen oder Backpackers besitzen keine Heizung oder sie wird nur sparsam benutzt. Ich dachte nie, dass es so weit kommen würde, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so sehr gefroren wie in Südafrika! Viele Freiwillige haben sich, vor allem praktisch für die Nachtschicht, einen kleinen Heizwärmer bei CLICKS gekauft für 10 Euro. Diese Anschaffung hat sich definitiv gelohnt!

Der Winter hat aber auch positive Seiten. 

Es ist natürlich viel leerer und nicht so überfüllt wie in der Hochsaison. Die Preise der Unterkünfte sinken drastisch und man kann spontan in einem Backpackers einchecken und bekommt sicher noch ein Bett! Der Krüger National Park wird am besten im Winter besucht! Erstens ist es zu kalt für Mücken und die Gefahr von Malaria ist viel geringer, zweitens ist die Vegetation nicht so üppig, die Büsche sind nicht so grün und dicht, sodass man die Tiere auch sehen kann und nicht nur etwas erahnen kann…

Außerdem ist in Hermanus Walsaison! Nicht nur vom Boot aus kann man diese riesigen Meeresbewohner beobachten, auch ganz nah an der Küste tummeln sie sich herum und man kann das Glück haben mehrere Wale an einem Tag aus dem Meer springen zu sehen.

Und der Winter hält auch mal ein zwei schöne Tage für Ausflüge in der Woche bereit, ansonsten ist Durban zu jeder Zeit eine Reise wert! Die Stadt im  Nordosten Südafrikas, wo immer die Sonne scheint!


Herbst und Winter

• Sehr unbeständiges Wetter

• Morgens Sonnenschein, Mittags Regen

• Kein Verlass auf das Wetter

• Schwierig etwas zu planen

• Spontanität und Flexibilität für Planänderungen!

• Nicht so touristisch und überfüllt


Ich finde Südafrika ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, je nach Interesse kann der Sommer oder auch der Winter mehr Vorteile bieten. Einen Sommer in Südafrika zu verbringen sollte man sich aber nicht entgehen lassen! Sonne macht glücklich, alle sind gut drauf und man kann die schönen Strände zum Surfen, Baden, für Strandparties oder abendliche Lagerfeuer unter Sternenhimmel nutzen :-)

Blick vom Lion's Head im Sommer. Und im Winter...


Essen:


In Südafrika essen die Menschen ungesund! Das würde ich jetzt einfach mal,  nach dem Erfahrungen die ich gemacht habe, behaupten! In Südafrika gibt es sehr viele Fast Food Ketten, von KFC, Mcces, Burger King, über Spurs, Wimpy und viele viele mehr. Aber nichtsdestotrotz gibt es den besten Burger der Stadt im Royal Eatery auf der Longstreet!! Fragt einen Taxifahrer, wo man den leckersten Burger essen kann und er wird euch dahin fahren. Ehrlich! Dieses Restaurant ist kein Geheimtipp mehr, steht aber trotzdem nicht im Reiseführer. Außerdem sind (nachweislich) in den meisten Getränken und Lebensmitteln wir Cola, Sprite, Chips mehr Zucker als in Deutschland! Man schmeckt es nicht immer heraus, aber die Sprite in Südafrika mag ich zum Beispiel nicht so gerne, weil sie wirklich sehr sehr süß ist! Ungesundes ist sehr billig und natürlich am unkomplizierten zu besorgen und essen. Die Armut ist in Südafrika noch lange nicht bekämpft, sodass sich viele Menschen einfach nichts anderes als Fast Food leisten können.


Es gibt leider keine Bäckereien, wie wir sie in Deutschland kennen, und die Käsebötchen, Kuchen, Pizzastücke, Mürbchen sind in der ‚Bäckereiabteilung‘ im Supermarkt auch sehr günstig aber auch so fettig und ungesund! Ah doch Stopp! In Kapstadt gibt es eine deutsche Bäckerei, wo wir mal frühstücken waren! Echtes deutsches Brot, Laugenbretzel und alles was das Herz begehrt! Sehr empfehlenswert!


Vergleichsweise zu Deutschland, sind die Früchte und das Gemüse in Südafrika auch viel günstiger, und leckerer! Avocados, Ananas, Bananen, Mangos, Melonen, Erdbeeren… hmm *__* Ist ja auch klar, die meisten nicht saisonale Obstarten werden aus Südafrika importiert. Ich liebe Mangos und habe meiner Mama letztens von meiner Sehnsucht nach ihnen erzählt. Prompt bringt sie mir am anderen Tag eine mit. Ich bin fast umgefallen, als sie mir erzählt hat wie teuer die war. Sage und schreibe 2,-! (Importiert aus Südafrika!) Vor Ort habe ich mir vier Stück für 1,50,- gekauft!


Ansonsten wird in Südafrika auch in Zügen und am Bahnhof  Essen verkauft. Durch den Zig laufen immer Männer und Frauen beladen mit riesigen Säcken mit Bonbons, Plätzchen oder Obst. Die Verlockung nach günstigem ungesundem Essen ist riesengroß und wie viele Freiwillige, mich mit einbeschlossen, haben in ihrer Zeit ein paar Kilo zugenommen. Unbewusst…. Fisch ist teuer in Südafrika, Fleisch sehr günstig! In Afrika wird so viel Fleisch konsumiert, das ist unglaublich! Fleisch wird meist mit Papp angereicht, Maismehl, ähnelt Kartoffelpüree in weiß ohne Geschmack. Davon hab ich in Sambia ganz viel gegessen! Auch wird meistens  mit der Hand gegessen und nicht mit Messer und Gabel. Ist halt einfach praktischer... Mindestens einmal am Tag Fleisch, dazu kommen Chips und Kekse mit SCHINKENgeschmack, da hat man nach ein paar Wochen den Appetit auf Fleisch verloren! Als Vegetarier ist es nicht unmöglich aber eher schwierig in einer südafrikanischen Gastfamilie satt zu werden. Fleisch ist bei jeder Mahlzeit  dabei.


Ansonsten ist die internationale Küche in Kapstadt auch sehr groß. Italienisch, asiatisch, spanisch, französisch sogar gibt es das deutsche Restaurant Extrablatt! In Durban dominiert die asiatische Küche, vor allem indisch.


Das Trinkwasser ist trinkbar und zählt zu eines der besten auf der Welt. Sehr chlorhaltig ist es dennoch und nicht jedermann Geschmack... Wir Deutschen sind da einfach viel zu verwöhnt…

Zusammengefasst würde ich also sagen, dass man sich keine Sorgen machen braucht in Südafrika satt zu werden, ich empfehle aber dringend auch mal bei einer südafrikanischen Familie zu essen und auf die Pizza und den Burger jeden Tag zu verzichten. Und mit Obst sollte man sich den Bauch vollschlagen. Günstig, lecker und GESUND ! 


Events:

 

Wer gerne auf Konzerte geht und sich Musicals anschaut, wird in Südafrika gut aufgehoben sein. Vor allem in Kapstadt ist immer viel los und jeder Geschmack wird fündig.

 

Konzerte: In Kapstadt werden die meisten Konzerte im großen Stadion gehalten. Viele berühmte Stars wie Rihanna, John Legend, One Republik und andere kommen nach Kapstadt und geben Konzerte. Ich selber war auf einem Eminem Konzert 2014, welches einfach nur der OBERHAMMER war! Die Ticketpreise sind meiner Meinung nach auch viel viel günstiger als sie in Deutschland wären. Mit  meinen Freunden standen wir in der ersten Reihe, direkt an der Bühne, Eminem zum Greifen nah *__*, und haben umgerechnet 65 ,- bezahlt. Da das Konzert noch nicht ganz ausverkauft war, wurden am Tag des Events die letzten Tickets zu einem Spottpreis verkauft! Andere Freiwillige haben sich spontan dazu entschieden (man stelle sich ein Eminem Konzert in Deutschland vor, das drei Stunden vor Beginn noch nicht ausverkauft ist…) und für umgerechnet 17,- gute Sitzplätze ergattert! Die Location war super, die Atmosphäre unbeschreiblich, die Menschen alle gut drauf und am Mitrappen und hüpfen, Eminem hat uns alle sehr gut entertaint! Informationen über aktuelle und kommende Konzerte in Südafrika findet ihr auf der Seite:

http://online.computicket.com/web

Musicals: Im Theater in Kapstadt finden coole Musicals statt. Informationen findet ihr auch auf der computicket Homepage. Es gibt die unterschiedlichsten Musicals, Tarzan, Aladdin,  Cinderella, und viele mehr. Wir waren in ‚The Rocky Horror Show‘ und es hat uns allen sehr sehr gut gefallen! Die Sprache ist natürlich englisch, aber die Witze zu verstehen war kein Problem (auch wenn man einen gewissen Humor braucht.. ;) ) Die Preise waren auch total in Ordnung! Platz in der Mitte für weniger als 20,-.Dafür hat es sich mega gelohnt, wir haben uns kaputt gelacht und konnten mit ‚Mitmach Boxen‘ auch am Geschehen auf der Bühne teilnehmen. Das Theater ist relativ klein, aber es wurde trotzdem noch eine Fotowand im Foyer aufgebaut wo wir mit dem Protagonisten auch ein Foto gemacht haben :)


Festivals: In Kapstadt ist wie gesagt einfach IMMER was los!! Im März gibt es den riesigen, kunterbunten, einzigartigen Karneval mit beeindruckenden Kostümen, mitreißender Musik  und auffälligem Make Up. Man kann den Karneval in Kapstadt eigentlich nicht mit dem in Deutschland vergleichen. In Kapstadt setzt man mehr auf Musik und Tanz, es wird nicht auf der Straße getrunken und randaliert, was leider viel zu oft in Düsseldorf oder Köln geschieht.., es wird keine Kamelle geworfen ( :-( )und das Publikum selber ist nicht unbedingt verkleidet. Viele haben einfach nur einen Hut, eine lustige Brille auf, einen zu roten Lippenstift oder eine Feder im Haar. Dafür sind die Verkleidungen der Umzüge umso interessanter! Die Stimmung ist so gut, alle sind auf der Straße am Tanzen und Singen. Der Karnevalszug beginnt erst am späten Nachmittag und zieht sich bis abends. Das ist nochmal ein ganz anderes Feeling wenn es schon dunkel ist und die Straßen mit den witzigsten Kreaturen und auffälligsten Umzugswagen beleuchtet werden. Einige haben wird dort angetroffen die meinten, dass der Karneval hier viel besser sei als in Brasilien! Ich kann das  (noch :P) nicht beurteilen, aber er hat mir in Kapstadt wirklich sehr gut gefallen und war eine Erfahrung wert!  http://capetowncarnival.com/

Das Holi One Colour Festival oder der Colour Run sind wirklich geile Festival ! In weißer Kleidung kommt man an, zwei drei Stunden später verlässt man die Party mit bunter Kleidung, Farbpulver im Haar, in der Tasche, in den Kontaktlinsen (ich spreche da aus eigener Erfahrung)… einfach überall hat man die Farbe! Zum Glück ist sie rauswaschbar :-D Leider ist kein Farbpulver und Essen und Trinken im relativ teuren Eintrittspreis enthalten, man darf eigenes nämlich nicht mit reinnehmen, und es ist nicht das günstigste Vergnügen. Aber mit den richtigen Leuten wird man so viel Spaß haben und es lohnt sich definitiv!! http://www.holione.com/de/events/cape-town.html

Ansonsten gibt es jedes Jahr das International Jazz Festival in Kapstadt, Sommerkonzerte im wunderschönen Kirstenbosch Botanischen Garten oder auch –Festivals für homosexuelle…. Für JEDEN ist etwas dabei!

Aber bitte auf eure Wertsachen und euer Auto aufpassen! Gerade zu Zeiten der Festivals wird gerne und oft eingebrochen und Navi und Radios aus dem Auto entwendet. Deswegen keine aufmerksam erregende Gegenstände im Auto liegen lassen, sichtbar oder versteckt, und am besten ein Lenkradschloss zusätzlich anlegen!

http://www.timeout.com/cape-town/features/415/festivals-events-in-cape-town


Freiwilligenarbeit:


Viele internationale Organisationen bieten einen Freiwilligenaufenthalt in Südafrika. Ob ihr euch für einen 12 monatigen Aufenthalt entscheidet oder nur für ein paar Wochen während der Sommerferien nach Südafrika wollt werdet ihr schon mit einem passenden Programm fündig werden. Ich persönlich habe mich ja für ein soziales Projekt in einem Kinderheim entschieden, aber die Auswahl ist riesig. Kindergärten, Grundschulen, Jugend- oder Behinderteneinrichtungen, Krankenhäuser, Waisenheime, und und und. Tierprojekte sind auch sehr beliebt. Diese sind aber deutlich teurer und auch ganz anders aufgebaut. Ich werde euch jetzt mal eine kleine Übersicht zu meinen Eindrücken bezüglich Freiwilligenarbeit in Südafrika zeigen und danach etwas über mein Projekt im ,Durbanville Children’s Home‘ in Kapstadt erzählen. ;-)


·       Viele denken man könne sich nur im Ausland sozial engagieren. Auch in Deutschland gibt es viele hilfsbedürftige Menschen, nicht nur in Afrika..

·       Ein FSJ Jahr bringt mehr, den Kindern und dem Volontär, als nur ein paar Wochen. Man braucht Zeit, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, sich einzuleben und das Vertrauen der Kinder aufzubauen. Hat man sich einigermaßen gefasst, aber muss wieder abreisen ist das ziemlich blöd.

·       Freiwilligenaufenthalte sind TEUER. Wird der Name sagt, wird man nicht bezahlt und bekommt (höchstens) im Projekt Unterkunft und Verpflegung gestellt. Organisationen wie weltwärts sind kostenlos, man muss einen Spendenkreis aufbauen und bekommt Flüge, Versicherung und Visumskosten bezahlt. Andere Organisationen verlangen eine Projektgebühr die meist aber nur die Vermittlung eines Projekts aber keine sonstigen Kosten abdeckt. Hinzu kommen vor Ort Taschengeld, Geld für Kleidung, Essen, Sprit, Reisen, Telefonate, etc.

·       Es hängt von jedem selber ab, was er aus seiner Zeit macht. Ich habe zum Beispiel ganz andere Erfahrungen in meinem Projekt in Kapstadt gemacht, als eine Freundin, die als einzige Freiwillige in einem Dorf gelebt hat.

 


Die Arbeit mit den Kindern im Kinderheim habe ich mir ganz anders vorgestellt. Ich war sehr überrascht als ich erfahren habe, dass ca. 40 Freiwillige dort arbeiten und davon 36 aus Deutschland sind... Das war nicht das was ich erwartet hatte! Da solltet ihr euch auch darauf vorbereiten, dass die meisten Freiwilligen oder generell Touristen in Südafrika deutsche sind und das man nicht mit der Erwartung nachher perfektes englisch sprechen zu können los fliegen sollte... Das fand ich sehr schade, dass es im Kinderheim nicht so international war und man eigentlich nur mit den Kindern und unterwegs englisch gesprochen hat.

Bezüglich der alltäglichen Arbeit muss ich sagen, hätte ich erwartet, dass wir mehr machen müssen. Jedoch sah es so aus, dass wir eine Woche 5 Tage arbeiteten mussten, die darauffolgende nur zwei und immer so weiter. Anfangs mussten wir Nachtschicht arbeiten, nach drei Monaten wechselte es dann zur Tagschicht. Da wir aber so viele Freiwillige waren, hatte man nicht immer etwas zu tun und vor allem die Nachtschicht war sehr langweilig, da die Kinder natürlich schliefen ;-)


Ich kann euch also sagen, dass wenn ihr denkt, ihr würdet vor Ort die Welt verändern und etwas ganz Großes vollbringen, ihr womöglich enttäuscht werdet. Jedoch muss ich aber auch sagen, dass es ganz unterschiedlich ist, von Person zu Person. Es kommt darauf an, was ihr wollt. Wenn man die Freiwilligenarbeit als Nebensache sieht und vorrangig Strand, Party, Ausflüge, Urlaub im Kopf hat, wird man in Kapstadt nicht enttäuscht, dort kommt jeder Geschmack auf seine Kosten.

Wenn ihr jedoch vor allem für die Kinder dort seid, gibt es genug Möglichkeiten auch neben der eher bedürftigen Arbeit mit den Kindern etwas zu machen. So habe ich versucht mit anderen Freiwilligen an unseren freien Tagen mit den Kindern Ausflüge zu unternehmen, nachmittags habe ich mit ihnen gebacken, gemalt, gespielt, gebastelt oder bin mit ihnen ins Einkaufszentrum gegangen.

Die Kinder sind wirklich toll und ich lege jedem ans Herz, so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen, da sie immerhin der Grund sind, warum man sich für dieses Auslandsprojekt entschieden hat! Aber wenn ich frei hatte, habe ich natürlich auch viel unternommen um das Land und seine Leute kennen zu lernen. Ich habe mich auf jeden Fall in seine Landschaft und Tierwelt verliebt und werde ganz bald wieder kommen!


Ich finde einen freiwilligen Aufenthalt nicht nur in Südafrika sondern generell sinnvoll, wenn man sich vor Ort auch wirklich engagiert und seine Prioritäten setzt. Wenn einem ein Projekt nicht gefällt, sollte man nicht zögern, dieses zu wechseln! Und sich vorher eine gute Organisation aussuchen, die einen gut vorbereiten und auch vor Ort helfen können..


Gesundheit:


Viele haben vor einer Südafrikareise Angst, weil sie Aids, Ebola oder Malaria zu bekommen befürchten. In diesem Artikel möchte ich versuchen, eure Angst zu mindestens etwas zu nehmen.


Im Voraus würde ich erstmal das Impfbuch checken. Die normalen Impfungen wie Tetanus, Diphterie, Hepatitis und Typhus sind empfehlenswert. Noch sieht das Auswärtige Amt keine Pflichtimpfungen für Südafrika vor. Ich habe mich noch zusätzlich gegen Gelbfieber geimpft, weil ich für einen Monat hoch nach Sambia geflogen bin, aber für Südafrika ist das nicht erforderlich. Auch eine Tollwutimpfung habe ich nicht gemacht, erstens war mir diese zu teuer, zweitens habe ich sie nach ausführlicher Recherche als nicht notwendig empfunden. Wer aber vor hat mit Tieren zu arbeiten, sollte sich es überlegen. Bei sozialen Projekten mit Menschen oder bei touristischen Aufenthalten halte ich es jedoch für überflüssig. Aber da entscheide jeder individuell!


Keine Sorgen wegen Malaria! Die Gefährdung lauert nur im nördlichen Teil wie dem Krüger National Parks und da auch nur zu bestimmten Zeiten. Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht in den Regenmonaten zwischen Oktober und April. Mit Ende der Regenzeit im April wird das Risiko der Ansteckung geringer! Viele Tropeninstitute empfehlen eine Malariaprohylaxe mit Medikamenten. Davon würde ICH abraten! Ich habe mich auch ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt, habe Gespräche mit einem Tropenmediziner und meiner Hausärztin geführt, aber ich fand die Nebenwirkungen einfach zu krass! Und der Preis ist auch nicht ohne! Ich war auch im KNP und mein Mückenschutz sah wie folgt aus: Mückennetz  über dem Bett, Antibrumm forte Mückenspray (Autan finde ich bringt überhaupt nichts), spezielle Räucherstäbchen  und Duftspray für das Zimmer, ab der Dämmerung lange Kleidung, Socken in die Schuhe gestopft, Licht aus, nicht an Wasserquellen aufhalten und natürlich wenn möglich NICHT zur Hochrisikozeit den KNP besuchen macht’s auch schon! (FINDE ICH!)


Zu HIV kann ich nur sagen, dass Vorsicht bekannter Weise besser ist als Nachsicht. Über die richtige Verhütung weiß denk ich jeder Bescheid, aber man sollte zum Beispiel auch auf Blutkontakt, wenn möglich, verzichten. Wenn man in einem Krankenhaus  oder Waisenheim arbeitet und ein Kind verletzt sich und fängt an zu bluten, würde ich sehr aufpassen! Instinktiv würde man natürlich hinlaufen und die Wunde verarzten, ich würde aber echt aufpassen, vor allem wenn man selber eine Schnittwunde oder ähnliches an der Hand hat. Man weiß ja nie..


Eine gute Krankenversicherung ist indiskutable. Für Aufenthalte ab drei Monaten braucht man ein Visum und der Nachweis einer gültigen Auslands Krankenversicherung ist sowieso Pflicht. Aber auch für einen touristischen Aufenthalt von nur einigen Tagen würde ich eine Krankenversicherung abschließen. Man weiß nie, ob man das Essen oder die Hitze im Sommer verträgt, sich beim Erklimmen des Tafelbergs den de Fuß verdreht oder von einem verkehrsgefährlichen Minibus angefahren wird... Die Arztkosten können dann ganz schnell in die Höhe schießen. Eine freiwillige wurde zum Beispiel in der ersten Woche von einem Motorradfahrer erfasst und ist meterweit durch die Luft geschleudert worden. Zum Glück hat sie nur ein paar Wunden davon getragen, aber es hätte ja auch schlimmer sein können. Und einen Besuch im Krankenhaus hätte sie kaum abschlagen können.. deshalb schließt eine Versicherung ab, bei Bedarf vielleicht auch eine Unfall- , Haftpflicht -oder Gepäckversicherung!


Und es gibt auch ganz normale Apotheken in Südafrika, wo ihr alle üblichen Medikamente erwerben könnt. Je nach dem wohin dir Reise geht, wäre ein Vorrat empfehlenswert in Großstädten wie Kapstadt, Johannesburg, Pretoria, Durban oder Port Elizabeth werdet ihr aber definitiv fündig werden. (Die  meisten Apotheken haben eine Abteilung im CLICKS, das ist sowas wie DM oder Rossmann, und kein eigenes Geschäft. )


Das Klima ist gut verträglich, im Sommer  wird es natürlich sehr heiß. Deshalb ist es sehr wichtig sich ausreichend gegen die Sonneneinstrahlung zu schützen. Ich rate dazu, zur Mittagszeit keine Berge zu erklimmen, sich am Strand in die pralle Sonne zu legen und immer einen Sonnencreme/spray mit hohem Lichtschutzfaktor, einen Hut, eine Sonnenbrille und ein dünnes Jäckchen dabei zu haben ;-) (Was gibt es schlimmeres als beneidende Fotos auf dem Tafelberg mit einem krebsroten Gesicht...:-D) 


Einen Jetlag bekommt man, wenn man direkt aus Deutschland anreist, durch die maximal eine Stunde Zeitverschiebung auch nicht, das Trinkwasser ist genießbar, ja und zu Ebola… Bis jetzt habe ich von keinen Vorfällen gehört und hoffe inständig, dass es dabei bleiben wird…


(Für alle Hinweise und Tipps übernehme ich keine Haftung und möchte ausdrücklich klar stellen, dass es sich ausschließlich um meine Erfahrungen handelt und ich niemanden von etwas überzeugen oder zu etwas überreden möchte. Ich möchte keinen davon abhalten zum Beispiel eine Malariaprophylaxe einzunehmen, da jeder Körper auf verschiedene Umstände anders reagiert. Ein Beratungsgespräch mit einem Tropenmediziner, dem Hausarzt, dem Versicherer oder dem Reiseveranstalter würde ich jeden empfehlen! Über aktuelle Gesundheitswarnungen berät die Homepage das Auswärtigen Amts auch sehr gut!

Bei Fragen zum Beispiel zu unterschiedlichen Reiseversicherungen, welche ich selber schon getestet habe, kann ich euch gerne weiter helfen.) 


KAPSTADT TO DO LISTE:

  • Long Street tagsüber zum Bummeln und nachts zum Feiern
  • shoppen shoppen shoppen in der Waterfront und im Canal Walk (größtes Einkaufszentrum Afrikas)
  • einen Trip zum Cape Point und Cape of Good Hope
  • Winetasting (am besten in Stellenbosch oder Durbanville) stell euch vor, es gibt auch  WINE AND CHOCOLATE TASTING zusammen *__*
  • mindestens einen Tag in den West Coast National Park, am besten  mit Übernachtung! Badesachen und Picknickkorb nicht vergessen! (und vorher bitte ausreichen tanken! lest in meinem Blog warum.. :D)
  • den Chapman's Peak Drive mit dem Leihauto entlang fahren (einer der spektakulärsten Küstenstrecken der Welt, auf der viele Autowerbungen gedreht werden)
  • natüüürlich den Tafelberg erklimmen (nach oben klettern, nach unten mit der Seilbahn)
  • Signal Hill ! mindestens einen Sonnenuntergang mit einer Flasche Wein und Sandwiches erleben
  • früh morgens hoch auf den Lion's Head für einen unvergesslichen Sonnenaufgang!
  • surfen am Bloubergstrand mit grandiosem Blick auf den die Berge, die Waterfront und das Zentrum
  • eine Safari im Aquila Wildlife Park
  • nach Hermanus zum Wale beobachten (die Walsaison ist von Juni bis September)
  • zum Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt AFRIKAS
  • an den schönsten Stränden Kapstadts chillen (Camps Bay, die Clifton Strände und Llandudno)
  • abends zum Hout Bay Market
  • World of Birds, größter Vogelpark Afrikas
  • einen Sonntag im Township und M'zolis miterleben!
  • verhandeln auf dem Greenmarket Square und schöne Souvenirs zu Schnäppchen-preisen ergattern
  • mit einem guten Buch in den Company's Garden setzen
  • durch's bunte Bo Kaap schlendern
  • einen Tag im Kirstenbosch Botanical Garden verbringen, im Sommer auf ein Open Air Konzert
  • surfen am Muizenberg Strand
  • mit Pinguinen am Boulder's Beach schwimmen
  • Robben Eiland besuchen und die Geschichte Südafrikas besser verstehen
  • besten Burger der Stadt im Royal Eatery auf der Long Street essen!


Minibusse:


Die berühmtberüchtigten Minibusse sind das gängigste Verkehrsmittel in Südafrika. Es wird Touristen oft abgeraten diese zu benutzen und in jedem Reiseführer werden sie als beinahe lebensgefährlich abgestempelt. Ich bin fast jeden Tag Minibus gefahren. Naja, ich gebe zu dass es am Anfang echt verstörend sein kann, dass so viele Menschen in so einen kleinen Bus passen, wie schnell die Minibusse fahren… Aber es ist auf jeden Fall ein Risiko. Und wirklich alle Einheimischen benutzen die Busse, weil sie auch arschbillig sind und ohne Fahrplan fahren. Mindestens alle fünf Minuten fährt ein Minibus an einen vorbei, es gibt keine Haltestellen. Das heißt, dass man sich an den Straßenrand stellt, die Hand ausstreckt und wartet bis einer anhält. Rausgelassen werden kann man überall, man muss nur dem Fahrer Bescheid sagen und dann hält der Minibus an. Also echt total praktisch! Und NEIN man wird nicht in Minibussen überfallen, vergewaltigt und belästigt. Es kann natürlich mal passieren, dass man als weiße Europäerin doof angeschaut wird, aber mit ein bisschen Selbstbewusstsein wird jede Minibusfahrt zum Abenteuer! 

Keine Angst, Mut zu Neuem! 


Die schönsten Orte:


Immer wenn mich jemand fragt, was denn die schönsten Orte in Südafrika seien, muss ich gar nicht so lange überlegen, da fallen mir direkt ein paar Namen ein. Jedoch reizt jeden Menschen etwas anderes, die einen gehen am liebsten wandern in den Bergen, lieben Strände und im Meer zu schwimmen, die anderen bevorzugen riesen Städte um ganz viel shoppen zu können. Hier meine Top Fünf der Orte, die mich am meisten fasziniert haben.


Kapstadt

Die für mich schönste Stadt der Welt, die einfach alles bietet, was man sich nur wünschen kann. Super schöne Strände, eine tolle Kulisse mit dem imposanten Tafelberg, ein lebendiges Stadtzentrum, eine große Auswahl an Bars und Clubs, zentrale Lage zur Garden Route und nach Namibia, international, viele Ausflugsziele in der Umgebung… Ich liebe Kapstadt einfach und würde am liebsten für ein, zwei Jahre mal dorthin ziehen. Ich bin mal gespannt, ob mich jemals eine andere Großstadt so sehr in ihren Bann ziehen wird, wie Kapstadt.

Der West Coast National Park ist ein riesiges Naturschutzgebiet Richtung Namibia, nur ca. 1 Stunde von Kapstadt entfernt. Der riesige Nationalpark ist einfach nur wunderschön und ich habe ihn schon öfters besucht. Am besten nimmt man sich mehr als einen Tag Zeit um wirklich alles genießen zu können, was es in dem Park zu entdecken kann. Da wäre einmal die große Lagune mit glasklarem sauberen Wasser, welche zum Baden einlädt, der Strand ist auch sehr schön, sauber und durch einige Felsen kann man sich auch noch ein bisschen Privatsphäre schaffen. Außerdem beeindrucken mich die Sanddünen total. Mitten im grünen Park findet man, nach längerem anstrengendem Weg, eine Minisahara vor. Zum atlantischen Ozean kann man auch spazieren. Die vielen Aussichtspunkte, die Tiere wie Zebras und Affen entdeckt man immer. Für Vogelliebhaber ist der WCNP perfekt, es gibt unzählige Vogelaussichtspunkte. Der Park dient ideal zum Entspannen und Naturgenießen. Immer eine Ausflug wert!

Jeffreys  Bay

Der schönste Ort der Garden Route! Das Surferparadies schlecht hin, an dem öfters internationale Surfwettbewerbe stattfinden. Toller kleiner Ort zum Shoppen, schöner Strand, coole Leute. Das Backpackers Island Vibe ist ein wahrgewordener Traum. Direkt am Meer und toller Ausblick!

Coffee Bay

Wow! Ein ganz kleines Dörfchen mit einem der schönsten Backpackers ganz Südafrikas! Super schöne (leere und verlassene!!) Strände, viele Hügel und ein tolles Backpackers! Das Coffee Shack ist der Hammer, jeden Abend wird für ein kleines Geld super lecker und viel gekocht, die Location ist direkt am Strand. Dort habe ich den aller tollsten Ausritt meines Lebens erlebt! Zwei Stunden am Strand geritten, über Hügel, durchs Meer galoppiert.. DER WAHNSINN

Zu guter Letzt, aber nicht weniger attraktiv,  der weltberühmte Krüger National Park. Mehrere Tage ist ein Muss, eine gute Kamera empfehlenswert und Geduld erforderlich. Dann wird man die spannendsten Tage überhaupt erleben! Am lustigsten ist es mit dem eigenem (Miet-)auto durch den Park zu fahren und bei jeder Kurve die Luft anhalten, welches Tier einen erwartet. 


Internet und Handy:


Man stelle sich ein Leben im Jahre 2014 ohne Handy und Internet vor… Kannst du nicht? Traurig eigentlich, aber so sieht für viele die bittere Realität aus. Für alle, die also befürchten in Südafrika keinen WLAN Zugriff zu haben und von der digitalen Welt vollkommen abgeschieden zu sein.. Ich kann euch beruhigen! 

Vor allem nach der WM 2010 hat Südafrika einen enormen Fortschritt gemacht und oft vergisst man, dass man überhaupt in AFRIKA ist. Vor allem Kapstadt ist sehr europäisch und touristisch und hat sich dementsprechend angepasst. Fast jedes Café und Restaurant hat kostenlosen WLAN Zugriff und auch wenn die Verbindung nicht die allerbeste ist, konnte ich fast immer problemlos skypen und das Internet benutzen. Fast jeder in Südafrika hat sowieso ein Handy und wenn man für längere Zeit in Südafrika bleibt, lohnt sich eine Sim Karte auf jeden Fall. Diese sind günstig und einfach zu erwerben. Man braucht seinen gültigen Reisepass mit Visum und ein Bestätigungsschreiben des Projekts in dem man arbeitet. Ich hatte natürlich auch eine. Man lädt sein Handy dann mit Airtime auf, welche man auf seinem Handy individuell in MBs oder GBs umwandeln kann. Zum Beispiel habe ich mir jeden Monat für R149 1 GB gekauft. Das sind umgerechnet 10 Euro. Dafür hatte ich vier Wochen lang Internet auf dem Handy für Whatsapp, Emails, Facebook und Google. Geskypt oder Videos bei youtube angeschaut habe ich über meine mobilen Daten nicht, nur wenn ich  Zugang zu WLAN hatte, weil die MBs sonst total schnell leer waren...

Zum Skypen eignen sich die sehr günstigen Internetcafés gut. Ein bisschen Privatsphäre kann man sich durch die andere Sprache somit auch schaffen. Aber Vorsicht! Die Deutschen sind in Südafrika üüüüberall!!! Für eine Stunde bezahlt man ungefähr 1 Euro. Es geht günstiger, es geht teurer. Man beachte dann natürlich auch die unterschiedliche Qualität der Verbindung und Schnelligkeit des Internets…

Die Verbindung mit dem Handy ist eigentlich immer gut, wetter- und ortsabhängig kann es auch zur Verlangsamung des Internets kommen. Anrufe nach Deutschland kosten umgerechnet 30 ct./min. Ich finde das geht. Wenn man nicht gerade eine Stunde mit seinem Freund telefonieren will, sondern nur eben kurz der Mama gratulieren möchte, passt es! Ansonsten habe ich über eine App immer kostenlos telefoniert, was auch mit den MBs immer gut geklappt hat. Außer bei Regen.

Für ein paar Wochen Südafrika Urlaub reicht es also vollkommen ab und an einen kostenfreien WLAN Zugriff auszunutzen ansonsten… Du reist ja nicht ans Ende der Welt um nur vor deinem Handy zu sitzen… oder? ;-)


PARTY:

 

Zum Thema feiern gehen in Kapstadt oder generell in Südafrika kann ich nur sagen, ihr werdet gut aufgehoben sein und die ein oder andere unvergessliche Partynacht erleben ;-)

 

Kapstadt ist meiner Meinung nach die beste Stadt zum Feiern, vergleichsweise zu Deutschland ist es sehr günstig auszugehen, man gibt ca. 1/3 weniger Geld aus. Die meisten Clubs sind ohne Eintritt oder aber nur sehr wenig, höchstens 5 Euro! Aber das ist wirklich sehr selten. 

Wenn man in Kapstadt ans Feiern denkt, kommt man nicht an einem Besuch der zu Recht beliebten Long Street vorbei. Diese ist mit ihren vielen Shops, Cafés und der zentralen Lage nicht nur tagsüber einen Besuch wert, nachts verwandelt sie sich in eine absolute Partystraße.. zahlreiche Bars und Clubs reihen sich aneinander und jeder Geschmack wird hier auf seine Kosten kommen. Ich selber war schon (sehr) oft auf der Long Street feiern und ich kann es nur jeden wärmstens empfehlen! Hier tummeln sich nicht nur ganz viele Touristen aus aller Welt herum, auch hängen hier die Einheimischen ab. Die Long Street ist kunterbunt, die Leute verrückt, die Kleidung ausgefallen, die Musik der OBERHAMMER (wer auf R’n’B und Hip Hop steht.. der wird sie lieben!!) und die Auswahl an coolen Clubs ist groß!

 

Dennoch muss man, gerade wenn man etwas intus hat (aber auch so), aufpassen, dass man nicht auf miese Trickdiebe herein fällt oder sonst mit seinem Handy, Geld oder Schlüsseln unaufmerksam ist… vor allem Touris werden gerne verar**** und mit dreisten Tricks bestohlen. Ich habe es selber meinen Freunden öfters erlebt, zum Glück wurde mir selber aber noch nichts geklaut.. 

Einmal hat ein Typ in einem Club einen Kumpel von mir darauf aufmerksam gemacht, dass sein Schuh offen sei und er beinahe über seine Schnürsenkel gestolpert sei. Wir haben uns natürlich alle nach unten gebückt und wie es Clubs an sich haben, ist es immer recht dunkel und wir verweilten etwas länger mit gesenktem Kopf. Als wir eindeutig festgestellt hatten, dass die Schuhe überhaupt nicht geöffnet waren, war der Typ auch schon weg.. samt Portemonnaie und Handy..

Oder wurde meine Freundin auf dem Rückweg zum Auto von einem Typen angesprochen, welchen sie aber freundlich abzuwimmeln versuchte. Er meinte dann, dass er wenigstens eine Abschiedsumarmung bekommen könne. Zehn Minuten später bemerkte sie, dass er dabei ihr Handy aus der Jackentasche genommen hatte.. wie dreist Menschen doch sein können!

Also aufpassen Leute und euch nicht dadurch den Spaß nehmen lassen. Für alle Ladies, Geldscheine am besten in den BH, für die Männer, keine Wertsachen in die Hinter Taschen. Am besten auf das Handy ganz verzichten!

 

Mit Südafrikanern zu feiern kann echt spaßig werden, da sie sehr offen sind und gerne, viel und GUT  tanzen können. Da fällt so ein Mopp deutscher Touris schon etwas auf.. haha :-D

Am liebsten gehe ich in die Space Bar, ins 169, Jo’burg oder Chez N’temba. Am meisten wird Hip Hop gespielt. Genau das Richtige für mich!

 

Ansonsten geht in den Backpackers in ganz Südafrika auch IMMER was. Abends wird immer zusammen gesessen und getrunken. Aber eigentlich mehr geraucht. Gras zu rauchen in Südafrika ist beliebter als zu trinken. Der Verzehr von Alkohol ist sowieso auf der Straße verboten.. In den Hostels ist immer was los, junge Leute aus der ganzen Welt  sind gut drauf, es läuft immer gute Musik und man muss sich nicht nach draußen auf der Suche nach einem guten Club begeben. Die Atmosphäre ist einfach immer geil! Egal ob das Backpackers direkt am Strand ist und man am Meer ein Lagerfeuer macht und nach drei vier Bier eine Sandburg baut oder in einem Stadthostel auf der Veranda chillt und neue Leute kennen lernt. :-P

Das beste Hostel zum Feiern ist für mich das ,Island Vibe‘ in Jeffrey’s Bay. Direkt am Strand, tolle Bar, coole Leute, gute Musik, geile Atmosphäre!



Sicherheit:


Du willst nach Südafrika? Da wirst du bestimmt erschossen, vergewaltigt, entführt, missbraucht, überfallen…. - Moooment mal!


Viele Leute haben Angst und fürchten sich vor einem Südafrikabesuch, weil sie das Land mit Kriminalität, Korruption und sexueller Gewalt verbinden. Da ich für einige Zeit in Südafrika gelebt habe und auch alleine als Mädchen durchs Land gereist bin, denke ich kann ich die Kriminalität vor Ort gut beurteilen.


Erst einmal finde ich es maßlos übertrieben, wenn ich  in machen Reiseführern lese, dass man zum Beispiel kein Minibus fahren soll, weil man dort sofort überfallen werden würde, dass man alleine am Abend nicht durch die Straßen ziehen darf ohne negativ überrascht zu werden. Ich liebe es Minibus zu fahren und es macht ehrlich Spaß. Weil es außerdem alle Einheimischen machen, kann es ja gar nicht so gefärlich sein.. stimmt definitiv, dass Südafrika  nicht das sicherste Land der Welt ist und es vor Ort auch nach so vielen Jahren nach dem Ende der Apartheid immer noch viele Probleme gibt. Aber sich den langersehnten Südafrikaurlaub durch Angst, Resignation und Vorurteilen kaputt zu machen finde ich sehr schade.


In Südafrika gibt es immer noch viele Townships, Vororte in denen auch heutzutage hauptsächlich dunkelhäutige Südafrikaner leben. Wer ein Township besuchen möchte, sollte sich definitiv einer organisierten Gruppe anschließen. Die meisten Menschen leben dort in starker Armut und viele sind in kriminelle Taten verwickelt. Das stimmt aber es gibt genau o viele Bewohner eines Townships die nicht kriminell sind und in Diebstählen oder Überfallen verwickelt sind. Als Tourist sollte man sich in einem Township schon entsprechend verhalten. Ich würde nicht protzen und Aufmerksamkeit erregen, in dem ich mein Iphone zur Schau stelle und mit  meiner riesigen Spiegelreflexkamera Fotos knipse. So ein Verhalten ist fehl am Platz! Ich war öfters im Township, das erste Mal mit einer Reisegruppe. ICH FAND es sehr interessant und spannend, aber ich habe mich nicht so wohl gefühlt dabei. Und zwar nicht weil ich Angst hatte überfallen zu werden, nein im Gegenteil habe ich mich auch einigermaßen sicher gefühlt. Ich kam mir einfach so vor wie im Zoo, die anderen Touris meiner Gruppe haben sich unmöglich verhalten! Unsere ,Führer‘ hat uns extra davor gewarnt den bettelnden Kindern kein Geld zu geben, weil das den Teufelkreis von Armut und Bettelei  nur noch schlimmer machen würde, kaum dreht er sich weg, steckt ein arrogantes älteres Ehepaar ein paar Kindern jeweils einen Schein zu.  Wieso macht man sowas? Was haben die Kinder denn davon? GAR NICHTS! Ich würde niemals einem bettelnden Kind Geld geben. Die Kinder müssen das Geld sowieso an die Eltern oder andere abgeben und wenn sie einmal heraus haben, dass man auch ohne harte Arbeit, ohne in die Schule gehen zu müssen, viel einfacher und schneller an Geld kommt, wird aus ihnen nie etwas anständiges werden und sie werden immer abhängig und auf der Straße bleiben. Deshalb gebe ich gerne etwas kleines zu essen oder trinken an die Kinder aber niemals Geld. Davon würde ich abraten, da dann natürlich immer mehr Leute kommen und ach etwas haben wollen.


Vor einem Besuch in ein Township würde ich also nicht grundsätzlich abraten, ich finde es gehört zu einem Südafrika besuch dazu, aber ich würde mich eben an einige Verhaltensregeln halten.

Keinen wertvollen Schmuck oder Wertgegenstände sichtbar tragen. Kein Geld verschenken. Keine Menschen ohne deren ausdrückliche Erlaubnis fotografieren ( daran hat sich das erwähnte Ehepaar natürlich auch nicht dran gehalten. So respektlos! Stell dir vor du läufst durch die Innenstadt oder sitzt auf einer Bank und fremde Leute machen einfach Fotos von dir ohne dich zu fragen??). Keine Wertsachen im Auto liegen lassen(auch kein Radio..). Nicht alleine und abends durch ein unbekanntes Township laufen. Sich an die Verhaltensregeln des, Führers‘ halten und ansonsten den Ausflug genießen. Mit Einwohnern quatschen und Respekt zeigen.


In Südafrika haben die meisten Menschen eine Waffe zuhause, das stimmt. Und an den meisten Häusern steht ‚Armed Response‘. Wenn man also in eine Garage einbrechen würde zum Beispiel, könnte der Besitzer einen legal erschießen.. Vor allem in Johannesburg ist die Kriminalität sehr hoch, da dort die Unterschied zwischen Arm und Reich extrem groß ist und Rassismus noch sehr stark verankert ist. Die weißen Südafrikaner leben dort echt in ihrer eigenen Welt. Mit einer Freundin haben wir Bekannte von ihr dort besucht und wir staunten nicht schlecht. Die Familie war wirklich wirklich mega reich und sie hatten ein riesiges Haus, eine Villa eher gesagt, auf einem kleinen Hügel mit einem Panoramablick über ganz Johannesburg. Swimmingpool, Fitnessstudio, Kino, alles dabei. Aber muss man erstmal immer einen Sicherheitscheck durchlaufen um überhaupt vor die Haustüre zu kommen. Das ganze Haus ist bewacht, jeder hat eine Waffe, der Garten ist umzäunt mit hohen Zäunen. Die 17 jährige Tochter wird jeden Tag zur Schule gebracht und abgeholt.  Das restliche Leben spielt sich nur in den Malls ab wo alle möglichen Geschäfte zu finden sind.. Wenn man durch die Innenstadt Johannesburgs läuft trifft man auf fast keine weißen Menschen. In Johannesburg leben könnte ich niemals, der Rassismus ist noch allgegenwärtig und die Gewaltbereitschaft viel höher als in Kapstadt. Obwohl ich auch in Kapstadt aufpassen würde. Aber es sind so selbstverständliche Verhaltensregeln, meiner Meinung nach, an welche man sich auch zuhause halten würde. Beim Feiern auf seine Wertgegenstände aufpassen und keine Getränke von fremden Leuten annehmen, im Auto keine Wertsachen liegen lassen, nicht alleine durch dunkle Gassen am Abend laufen… 


Während meiner wochenlangen Reise durch dieses wunderschöne Land hatte ich nicht einmal Probleme und habe mich immer wohl und sicher gefühlt. Auch wenn man alleine reist, ist man nie alleine! Man trifft auf so viele Menschen und lernt andere Reisende aus aller Welt kennen, sodass man sich niemals einsam oder gefährdet fühlt..


Meistens sind die Touristenattraktionen gefährlicher als die Orte, an denen die Einheimischen selber gehen.

Lasst euch euren Südafrika Urlaub nicht von Angst und Unsicherheit prägen. Wachsam sein und sich seines Verstandes bedienen bewirkt öfters mehr, als man denkt..


 Visum:


Die Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige sind sehr locker eigentlich. Wenn man zu touristischen Zwecken nach Südafrika fliegt und nicht länger als drei Monate bleiben möchte, muss man sich vorher um rein gar nichts kümmern. Man braucht nur einen gültigen Reisepass und bekommt bei Einreise am Flughafen dann ein 90 Tage gültiges Visum ausgestellt. Für andere und längere Zwecke wie zum Beispiel Freiwilligenarbeit oder Au Pair, muss man vorher bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin ein Visum beantragen. Dazu muss man einige Unterlagen per Post einschicken und bekommt innerhalb von 8 Wochen eine Antwort. Ich hatte das Glück, dass es bei mir nur 10 Tage gedauert hat. Von anderen habe ich gehört, dass es mehr als zwei Monate gedauert hat und sie dann den Flug umbuchen mussten. Deshalb am besten nur eine Flugreservierung vornehmen und noch nicht fest buchen. Wenn man sich noch nicht sicher ist wie lange man bleiben möchte, muss man  eine Kaution von knapp 1000,- hinterlegen, die man bei Wiederkehr zurückbekommt. Aber auch wenn man ein gültiges Rückflugticket nach, kann es passieren, dass man dennoch dazu aufgefordert wird die Kaution  zu zahlen..  Aber keine Sorge man bekommt es ja wieder zurück! Ansonsten muss man sich auch beim Röntgen- und Hausarzt bescheinigen lassen, dass man  vollständig gesund ist. Man braucht einen Nachweis von dem Projekt, in welchem man arbeiten will, das bestätigt, dass man unentgeltlich dort arbeiten wird, einen Nachweis finanzieller Mittel und noch ein paar andere Dokumente. Auf der Homepage der südafrikanischen Botschaft steht aber nochmal alles erklärt. Wenn man sich rechtzeitig darum bemüht und alle erforderlichen Unterlagen einreicht, sollte es eigentlich keine Probleme geben. Wenn es finanziell möglich ist, würde ich aber von Anfang  an die Kaution überweisen, sodass sich der Antrag gegebenenfalls nicht noch einmal hinaus verzögert. Außerdem darauf achten, wie vorgegeben mit schwarzer Tinte und in Druckbuchstaben schreiben.. Eine Freiwillige hat mit einem blauen Kugelschreiber geschrieben, eigentlich nicht schlimm oder?, ihr wurde das Visum verwehrt und sie darf nicht nach Südafrika.. Da kennen die Behörden kein Pardon!

http://www.suedafrika.org/visa-sa-dokumente/temporary-residence-visa.html

(Stand Dezember 2014)



Währung und Geld:


Am besten besorgt man sich für einen Südafrikabesuch eine Kreditkarte. Ich habe mir eine Visa karte zugelegt, mit welcher ich an allen Geldautomaten der Welt, welche das VISA Zeichen besitzen, kostenlos Bargeld abheben kann. Die meisten ATMs in Südafrika haben dieses Zeichen, sodass es immer total unkompliziert und problemlos war, an Bargeld zu kommen. Man kann direkt in der passenden Währung die Höhe seines Bargelds auswählen. Das ist echt praktisch. Die südafrikanische Währung ist der Rand, 15 Rand sind ungefähr 1 Euro. Aber das ändert sich immer mal wieder. Es ist nicht zu empfehlen, Euro in Rand schon in Deutschland zu wechseln, weil man sehr viel verliert und es sich einfach nicht lohnt. In Südafrika angekommen, kann man sich an den vielen Geldautomaten am Flughafen direkt ein bisschen Bargeld ziehen damit man etwas fürs Taxi oder was zu essen hat. Wenn man natürlich keine Kreditkarte hat und nur für eine Woche nach Südafrika reist, kann man natürlich auch seine deutsche EC Karte mitnehmen und damit am Geldautomaten Geld abgeheben, dann berechnen die meisten Banken und Sparkassen jedoch eine Auslandsgebühr, die recht hoch ist. Deswegen müsste man in solchem Fall am besten seltener aber dafür höhere Beträge abheben. Soviel Bargeld mit sich rumzuschleppen ist aber natürlich auch nicht ohne… Für einen längeren Aufenthalt würde ich also definitiv eine VISA Karte beantragen. Kostet ja auch meistens nichts!


Beim Bezahlen und Einkaufen in Südafrika sollte man sich daran gewöhnen NCHT mehr in Euro umzurechnen, weil man ansonsten viel mehr Geld ausgibt. Natürlich sind die Preise dort viel geringer als in Europa und es erscheint einen alles so billig. Am Ende gibt man dann jedoch mehr Geld aus, als geplant. Was in Deutschland der Normalpreis ist, kann in Südafrika schon sehr teuer sein. Deswegen sollte man sich immer die unterschiedlichen Preise genau anschauen und ansonsten auch einfach mal nachfragen.


In Geschäften kann man den Preis natürlich nicht herunter handeln, aber vor allem bei Taxifahrten und auf Märkten sollte man aufpassen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird! Bevor man mit dem Taxi los fährt würde ich IMMER einen festen Preis vereinbaren. Und auch bei zwei drei verschiedenen Taxis nachfragen. Wo der eine Fahrer R60 verlangt, müsste man bei einem anderen für die gleiche Strecke nur die Hälfte bezahlen! Und auch auf den Touristenmärkten wird immer versucht die Käufer abzuziehen. Man MUSS handeln, mindestens um 1/3 würde ich sagen. Natürlich wird am Anfang immer ein viel höherer Preis genannt. Es kam nicht selten vor, dass man mir etwas für R80 andrehen wollte, ich es am Ende aber für R20 bekommen habe.. Das ist schon ein großer Unterschied! Und die Verkäufer machen dann immer einen auf Mitleidstour und versuchen einen noch andere Sachen anzudrehen, man darf sich nicht unsicher zeigen und am besten nicht so sehr interessiert. Ich sag dann immer, dass ich die Ware bei einem anderen Stand viel günstiger gesehen habe und wende mich so langsam ab... dann rufen sie einen meistens zurück und lassen nochmal mit sich reden.


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