NEXT STOP: SRI LANKA FEBRUARY - MARS 2015


Was ich unter backpacking verstehe? Wie ich reise?

 

Unter Backpacking verstehe ich, mit seinem Rucksack, bzw. mit wenig Gepäck, durch ein Land zureisen und dabei den Pauschaltouristen und überbewerteten Touristenattraktionen zu entfliehen und sich mehr auf die Menschen und das Land einzulassen und flexibel und spontan weiter zu reisen. Flexibilität, Offenheit, Bescheidenheit, Abenteuerlust, Individualität, Spontanität. Definieren für mich alle einen Backpacker.

Backpacking Backpacking

Wie viele Touristen bereisen ein Land und sehen so viele Dinge, ohne sie WIRKLICH wahrgenommen zu haben.. Ich bevorzuge es, für zwei Monate durch ein einziges Land zu reisen, anstatt die vier Nachbarländer in der selben Zeit auch noch abzuklappern. Dafür dieses aber wirklich kennen zu lernen! Mit Einheimischen abhängen, Insidertipps ausprobieren, die in keinem Reiseführer stehen und sich abseits der Touristenpfade bewegen.

Ich übernachte am liebsten in Backpackers/ Hostels in Mehrbettzimmern, wo ich andere Reisende einfach und schnell kennen lernen kann. Aber ich finde 'couchsurfing' auch echt gut oder einen Aufenthalt in einer Gastfamilie. Ich denke so lernt man das jeweilige Land viiiiel besser kennen und befasst sich intensiver mit der Kultur und dem anderen Lebensstil! Ich meine, um andere deutsche Backpacker kennen zu lernen mit denen ich reisen kann und um nur deutsch zu sprechen... da kann ich auch zu hause bleiben und spar auch noch um einiges an Geld...

aber genau das will ich ja nicht! :-p Deswegen versuche ich so viel wie möglich mit Einheimischen in Kontakt zu treten und Reisende aus anderen Ländern (als Deutschland) kennen zu lernen..

 

Ich reise überall hin: bzw. möchte überall hinreisen.. :-D Es gibt so ein paar Länder, die ich unbedingt mal bereist haben möchte,  dazu gehören zum Beispiel Costa Rica, Madagaskar, Thailand und Finnland, aber generell bin ich offen für jedes Land der Welt und möchte auch mal in jedem gewesen sein... eine Weltreise innerhalb eines Jahres zu machen, halte ich aber für den totalen Schwachsinn! Eine Woche auf Jamaika, zehn Tage in den USA und drei Tage in Toronto und man kann sagen, dass man Amerika gesehen habe und kenne?? nee das ist nichts für mich!! ;)

 

Ich reise am liebsten alleine und treffe unterwegs  immer ganz viele tolle und beeindruckende Menschen aller Nationen. Mit vielen pflege ich auch noch lange danach häufigen Kontakt, einige kann ich jetzt auch stolz zu meinen besten Freunden zählen! :)

 

Ich reise ohne große Planung um vor Ort immer flexibel und nach Lust und Laune handeln zu können. Ich buche die Flüge , informiere mich ein bisschen im Internet über interessante Orte und Dinge die man vor Ort auf jeden Fall gemacht haben sollte. Ansonsten lass ich mich vor Ort überraschen und von anderen Menschen und deren Ideen mitziehen ;-) Ich finde es gaaanz schlimm, wenn Leute ihre Reise von Anfang bis Ende durchtakten und somit nicht offen für spontane Aktionen sein können! Ich möchte mir meine Flexibilität bewahren und mich nicht mit Umbuchungen und Stornierungen plagen! Frei sein und leben, das ist meine Devise ;-)


Inhaltsübersicht:

 

1.) 4 Wochen Südafrika Mai-Juni 2014

2.) nächster Halt: Asien Februar 2015 !



1.) 4 Wochen Südafrika Mai-Juni 2014:

 

Seit Mitte Februar 2014 befinde ich mich schon im wunderschönen Südafrika, lebe und arbeite in einem Kinderheim in Kapstadt. Nun habe ich mir für 4 Wochen Urlaub genommen um als Backpacker(in) das Land zu erkunden. Meine erste Reise GANZ ALLEINE. Lest hier von meinen Erfahrungen! Ihr ward auch schon mal in Südafrika gewesen und seid durchs Land gereist? Erzählt mir in Kommentaren von euren Erlebnissen und Eindrücken :)

Jetzt aber erstmal zu meinem Trip, enjoy! ;)


Am Dienstag, 20. Mai war ich den ganzen Tag schon total aufgeregt, denn einen Tag später sollte mein lang ersehnter Urlaub beginnen! Den ganzen Dienstag habe ich mit einpacken, auspacken und wieder neu einpacken verbracht. (Eigentlich hat frau ja nie genug zum Anziehen, aber beim Packen für den Urlaub stellt sich dann doch immer die Frage, wo plötzlich die ganzen Klamotten herkommen... komplizierte Sache!) Am Mittwoch dann haben mich zwei Freunde aus dem Kinderheim zum Flughafen in Kapstadt gefahren. Das war ein ganz komisches Gefühl, wieder an einem Flughafen zu sein. Das letzte Mal ist schon so lange her und da war ich noch in Deutschland..

Ich wollte alleine durch Südafrika reisen und zwar mit Baz Bus. Das ist ein Busunternehmen spezialisiert für junge Reiselustige, die das Land auf eigene Faust erkunden möchte. Man kauft sich ein Busticket seiner Wahl, von einem Ort in Südafrika zu einer anderen Stadt, und kann dann auf dem Weg so oft an einem Ort seiner Wahl abgesetzt werden wie man möchte. (Wieder einsteigen natürlich inklusive :-p) Coole Sache! Meine Reiseplanung war wie folgt: hoch nach Durban fliegen und die ganze Küste entlang zurück nach Kapstadt reisen, die Wild Coast entlang bis zum Addo National Park und dann die berühmte Garden Route.


Erster Halt: Durban

Nach einem ca. zweistündigen Flug durch halb Südafrika, bin ich an meinem ersten Ziel angekommen. Der Flug war total angenehm, auch wenn es sich um eine  südafrikanische Billigfluggesellschaft handelte, konnte ich mich nicht beklagen. Beinfreiheit, gemütlicher Sitz, nettes Personal. Der Urlaub kann beginnen! In Durban war ich dann bis Montag früh, dann wurde ich das erste Mal von Baz Bus abgeholt und zu meinem nächsten Ziel gefahren.

Das Wetter in Durban war super, besser als in Kapstadt, sehr warm und viel Sonnenschein. Im Hostel habe ich direkt Bekanntschaft mit anderen Backpackern aus aller Welt gemacht, das geht total easy (leider sind 80% der Touristen entweder deutsch oder holländisch..). Ich hatte überhaupt keine Angst, alleine, ohne eine Freundin, zu reisen. Ich wusste, dass ich durch meine offene Art schnell neue Leute kennenlernen werde und dass viele andere auch alleine reisen. Außerdem waren meine Freunde schon alle dort, wo ich hinwollte.


An meinem ersten Tag wollte ich natürlich die Stadt erkunden und bin schon morgens losgegangen. Ich bin zu Fuß zum Strand gelaufen und habe einen bestimmt dreistündigen Strandspaziergang unternommen. :-D Der Strand, das Wasser, alles total anders als in Kapstadt. Hier in Durban gibt es die sogenannte Golden Mile, das ist der Name der 8 km langen Strandpromenade. Wo es in Kapstadt also viele Strände verteilt über die ganze Stadt gibt, gibt es in Durban quasi nur einen langen, getrennt durch Pfeiler im Wasser. Das Meer ist hier auch ganz warm und es ist sehr angenehm dort drin zu schwimmen, handelt es sich doch um den Indischen Ozean und nicht den kalten Atlantik. Um 13 Uhr habe ich dann eine dreistündige Stadttour mit einem Sightseeing Bus gemacht. Das war mega cool und interessant und somit habe ich auch die ganze Stadt sehen können, ohne mich viel bewegen zu müssen! ;) Fast hätte die Tour aber gar nicht erst stattgefunden, denn mit mir waren wir nur zu zweit, die an diesem Tag die Tour machen wollten. Da war ich schon ganz traurig und enttäuscht, als mir der andere Touri zugerufen hat, dass wir doch starteten. Warum? „Geld regiert die Welt!“ bekam ich nur zur Antwort…

 Was mir während der Tour aufgefallen ist war, dass die Stadt nicht so touristisch ist wie Kapstadt. Ich habe während des gesamten Tages vielleicht 10 weiße Leute gesehen! Alle anderen waren schwarz, coloured oder indischer Abstammung. Das fand ich total krass, positiv aber. In Durban realisiert man wirklich, dass man in Afrika ist und nicht in einer anderen europäischen Großstadt wie Kapstadt, durch die vielen europäischen Touristen, manchmal den Eindruck erweckt.


Am Abend ist meine Freundin Ali aus ihrem Projekt gekommen um mit mir ein paar Tage zusammen zu verbringen. Sie ist schon seit September hier und arbeitet auch als Freiwillige in einem Projekt in der Nähe von Durban! Mit ihr habe ich die lustigsten Dinge erlebt! Wir waren auf dem Victoria Street Market, welches ein großer Indoor Markt mit afrikanischer und indischer Ware ist, von Essen über Kleidung bis Schmuck und Taschen war alles dabei. Die Vielfalt an den verschiedensten indischen Gewürzen natürlich nicht zu vergessen! Später sind wir mit der Gondel hoch auf das Moses Mabhida Stadium gefahren. Als Wahrzeichen Durbans ist es das zweitgrößte der fünf neu gebauten Fußballstadien anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika, und es ist meiner Meinung nach auch schönste! Es liegt unmittelbar am Strand und von oben genießt man einen herrlichen Ausblick über Durban.

Nach einigem Hin und Her, Probleme wegen unseres Alters und des Führerscheins, ging es am Ende doch gut aus und wir konnten uns fürs ganze Wochenende ein Auto mieten! Den Samstag haben wir im ‚Valley of Thousand Hills‘ verbracht. Eine Ortlandschaft mit, wie der Name ja offensichtlich ausdrückt, ganz vielen Hügeln und Bergen, vielen kleinen Dörfern und sonst auch nichts.. Aufgrund von Kühen, als ernstzunehmende Verkehrsteilnehmer auf der Straße liegend und dösend, konnten wir oft nicht weiter fahren, weil sie die Straße versperrt haben. Ja und da versuch du mal, drei Kühen verständlich zu machen, dass sie bitte die drei Meter weiter zur Wiese gehen sollen um da weiterzuschlafen oder zu glotzen.. Ich liebe ja Fremdsprachen überalles.. aber ‚Kuhisch‘ kommt nicht unter meine Favoriten.. Warum hören die denn auch nicht auf ‚Muh verzieh dich muh bitte muh endlich muh von der Straße muh!‘ ?! Naja, irgendwie sind wir dann im Endeffekt doch um sie herum gekommen..

In einem Dorf haben wir ein paar von Alis Freunden getroffen, die uns mit auf eine afrikanische Party genommen haben. Das war vielleicht ein Erlebnis Leute! Was der Anlass war, wissen wir gar nicht so genau, aber es wurde auf jeden fall fett gefeiert! Es waren bestimmt 60 Gäste dort, es wurde getanzt, gesungen, gegessen, getrunken.. Alis Freunde haben als Gruppe eine Stunde lang einen Tanz aufgeführt, der… sich schwer beschreiben lässt :p Deshalb habe ich ein Video beigefügt ;-) Der Tag war wirklich sehr erlebnisreich, es war schön mal nur mit einer(!) Deutschen unterwegs und ansonsten von Einheimischen umgeben zu sein. Wir wurden sehr freundlich aufgenommen, mit gutem Essen gemästet und haben uns willkommen und als Teil der Gruppe gefühlt. Sehr toll!


Am  Sonntag haben wir einen Ausflug nach Howick gemacht um uns die Wasserfälle anzusehen. Ich wurde zwar mit 160 (statt erlaubten 100 km/h) auf der Autobahn geblitzt (bis jetzt ist eh noch kein Brief angekommen, also hat ja doch vielleicht nur ein Autofahrer von der anderen Seite ein Foto mit Kamerablitz von unserem coolen Mietwagen gemacht?), aber ansonsten war auch dieser Tag super!

Ich glaube der erste Wasserfall meines Lebens?!


Wie schön meine Zeit in Durban mit Ali war und wie viel ich von der Stadt, aber auch der Umgebung gesehen habe! Dafür bin ich ihr sehr dankbar, dass sie mir so vieles gezeigt hat! Trotzdem muss ich sagen, dass ich froh bin in Kapstadt zu leben. Das sehe ich jetzt wirklich als ein Privileg an! So schön Durban sein mag, an Kapstadt kommt keine andere Stadt so schnell heran! Man kann einfach soo vieles in Kapstadt und Umgebung machen (auch wenn man sich länger als eine Woche, oder in meinem Fall vier Monate (heiliger Strohsack schon 4 Monate bin ich hier?!! ) dort aufhält wird einem nie langweilig und man kann immer etwas unternehmen, es finden immer ganz viele coole Events, Konzerte und Partys statt.) Und die Berge im Hintergrund sind einfach traumhaft!


Und hier ein paar Auszüge meines Durbantrips:

„Wenn unter dir die Vögel fliegen weißt du, was Freiheit bedeutet!“



Zweiter Stopp: Coffee Bay



Coffee Bay ist wohl einer der schönsten Orte, die ich in meinem Leben je gesehen habe! Ein Paradies für alle Naturfreunde! Mein geplanter Aufenthalt von nur drei Tagen wurde dann um weitere drei Tage verlängert, weil es mir einfach so verdammt gut gefallen hat! Montag früh pünktlich um sieben  wurde ich  von Baz Bus in Durban abgeholt und los ging es! Wir waren bis mittags unterwegs, aber  es war eine echt angenehme Fahrt. Der Busfahrer Jonny war total nett und ist mega lustig, sodass wir Backpackers während der Fahrt immer was zum Schmunzeln hatten ;-) Die Strecke, die wir gefahren sind war auch der totale Wahnsinn! Deswegen habe ich mir auch den bestmöglichen Fensterplatz geschnappt um so gut wie es geht die Landschaft aus dem Fenster aus zu begutachten. Wir haben unterwegs auch mehrere Stopps an Tankstellen oder kleinen Shoppingmalls gemacht. Alles in Einem war ich also sehr zufrieden. Der Tag hätte nicht besser laufen können, als wir schließlich angekommen sind und ich das Hostel gesehen habe! Oh mein Gott, soo geil! Direkt direkt direkt am Strand und total schön eingerichtet, viel Holz und Pflanzen, mitten im Nirgendwo, sehr coole Leute. Im Bus hatte ich übrigens schon die Holländerin (oh welch ein Wunder!) Dionne kennengelernt, welche für meine Zeit in Coffee Bay meine engste Freundin war. Wir haben uns auf Anhieb super gut verstanden und wussten, dass wir zusammen viel Spaß haben werden ;) An meinem ersten Abend, bestes Willkommensgeschenk überhaupt, habe ich den schönsten und atemberaubendsten Sternenhimmel gesehen, der womöglich existiert! Ich kann es nicht in Worte fassen, so fasziniert war ich! Wir haben den Abend mit ein paar anderen Backpackern draußen am Strand mit einem Lagerfeuer und Marshmallos ausklingen lassen, wo ich mir eine Nackenstarre zugezogen habe, weil ich ja die ganze Zeit nach oben in den Himmel geguckt habe! Ich habe erst gar nicht probiert ein gutes Foto zu machen, hätte eh nicht geklappt. Aber dieser Anblick, der mich die folgenden Tage jede weitere Nacht erneut bot, ist unvergesslich gewesen und wenn ich jetzt noch manchmal die Augen schließe, kann ich die Millionen Sterne immer noch zum Greifen nahe sehen…


Am Dienstag haben Dionne und ich am ‚Hike to Hole in the Wall‘ teilgenommen, welcher vom Hostel aus  organisiert wurde. Um halb elf sind wir als Gruppe von ca.10 Leuten losmarschiert, drei Stunden ging die Wanderung, an der Küste entlang, am Strand, über Wiesen und Hügel. Das Wetter war sehr gut und die Landschaft war einfach atemberaubend! So grün, das Meer so blau, die Strände total verlassen.. ach ne, wie ihr auch auf einem der Fotos sehen könnt, voll oft haben wir Esel, Kühe und Schafe am Strand chillen gesehen. Total cool!  Die Wanderung war aber auch echt anstrengend und ein anderes Mädchen und ich waren die letzten, weil wir so langsam waren. Die anderen waren einfach zu schnell! Und zwar so schnell, dass sie total weit vorne uns waren und wir den Weg gar nicht gefunden hatten. Dann sind wir, mehr oder weniger freiwillig,  einfach den Hügel herunter gerutscht um die anderen wieder einzuholen. Wir haben uns dabei kaputt gelacht so lustig war die Aktion! :-D

Erschöpft und erleichtert sind wir dann wenig später angekommen am ‚Hole in the Wall, dabei handelt es sich um eine Felsformation mitten im Meer, welche in der Mitte ein Loch hat.. Wir haben dort gegrillt und leckere Sandwiches gegessen, sind im Meer schwimmen gegangen und haben am Strand gechillt. Wieder ein richtig schöner Tag!


Die weiteren drei Tage in Coffee Bay waren auch sehr erlebnisreich! Ich war das erste Mal surfen, was mir totaaaal viel Spaß gemacht hat! Ich bin zwar total untalentiert, aber der Spaßfaktor ist ja das Wichtigste und der war bei mir definitiv ganz groß! Außerdem habe ich einen zweieinhalb stündigen Ausritt gemacht, wo wir am Strand, durchs Meer, über Hügel und durch kleine Dörfer geritten sind! Das ist eines der tollsten Erlebnisse gewesen, welche in aus diesem Urlaub mitgenommen habe! Es hat so Spaß gemacht endlich wieder zu reiten und dann in so einer Landschaft! Atemberaubend! Das Pferd war total lieb, da war ich echt erleichtert! Und da ich ja mehrere Jahre geritten bin, durfte ich auch am Strand traben und galoppieren… Wer erlebt das schon?! ;-)


Außerdem waren wir an einem Abend bei einer afrikanischen Familie zum Essen eingeladen. Das war echt… anders :-D Es war total krass zu sehen, wie die Menschen hier in den Dörfern leben, in runden Häusern (damit der Teufel sich nicht in den Ecken verstecken kann) ohne Elektrizität, ohne fließendes Wasser. Aber dennoch haben wir so ein gutes Abendessen bekommen! Das haben die Big Mamas dann natürlich nicht mit Hilfe von Ofen und Mikrowelle zubereitet, sondern alles draußen über dem Feuer. Und wie es geschmeckt hat… himmlisch! :-D Dann konnten wir noch mit der Familie reden, sie haben uns etwas über ihre Kultur und ihr Leben erzählt und später noch einen traditionellen Tanz mit Musik aufgeführt. Wer wollte konnte mitmachen, aber ich habe mich nicht getraut :-D Da habe ich aber auch keine Fotos gemacht, dass kam mir irgendwie unhöflich vor..

 ‚It’s too much to take it in!‘


‚Why  are you always drinking tea Melissa?‘ – ‘Why not?’ – ‘I mean we are in Coffee Bay... not in Tea Bay!’



Dritter Stopp: Chintsa


Zwei Tage habe ich mit  drei Leuten, welche ich beim Reisen kennengelernt habe, in dem kleinen Ort Chintsa verbracht. Auch dabei handelt es sich um ein schönes Fleckchen, mit tollem Strand und einer Lagune. Auch mit dieser Wahl bezüglich des Backpackers hatten wir total Glück! Wir hatten ein großes Zimmer, eigentlich für 12 Leute aber wir waren nur zu viert, mit einem Balkon. Der bot einen grandiosen Ausblick auf das Meer und den Strand. Auch das Esszimmer mit dem riesigen Balkon lud jeden Morgen zu einem tollen Frühstück ein! In Chintsa habe ich ebenfalls einen Pferderitt gemacht. Wir sind auch am Strand und durch  den Busch geritten und die Landschaft war auch wieder umwerfend, aaaber hat es mir in Coffee Bay doch mehr gefallen. Da wir dort erstens nur zu zweit waren, ich traben und galoppieren durfte, es war günstiger aber doch länger ( 10,- für 2.5 h vs. 20,- für 1.5h) und das Pferd hatte mir in Chintsa auch nicht so gefallen. Aber ich bereue es trotzdem natürlich nicht und bin froh, es gemacht zu haben! Außerdem haben wir einen Ausflug zu dem nahe gelegenem Game Reserve gemacht, wo wir eine ‚Elephant Interaction‘ gebucht hatten. Eine Stunde lang waren wir dann mit zwei Elefanten zusammen. Der Guide hat uns ganz viel erzählt, wir durften die Tiere streicheln und füttern. Total cool!


Vierter Stopp: Addo Elephant National Park

Zwei Tage habe ich in dem Nationalpark verbracht und es waren die schönsten Tage meines gesamten Urlaubes!! Das Backpacker war nur 8 Kilometer vom Haupteingang des Parks entfernt und ich durfte in einem riesen großen Doppelzimmer schlafen, zum Preis eines Schlafsaals. Total geil! :p Den ganzen Dienstag habe ich in dem Nationalpark verbracht. Ich habe eine Ganztagssafari gebucht und von 9 bis 18 Uhr sind wir mit dem Auto rumgecruist, auf der Suche nach den Big Five (die fünf am Land lebenden Tiere, die am schwersten zu fangen und zu jagen sind: Löwe, Leopard, Büffel, Elefant, Nashorn). Wir haben soo viele Elefanten gesehen, unglaublich (auch wenn der Name einen ja schon etwas vorwarnt :D). Die Tiere leben dort ja frei in der Natur, es ist kein Zoo oder ein Wildpark.  Wir sind mit dem Auto gefahren und plötzlich stehen ein paar Elefanten im Weg und es kommen noch ganz viele andere, welche dann zusammen zu einer Wasserstelle laufen. Was ein Abenteuer! Außerdem haben wir ganz viele Zebras, Kudus, Büffel und auch Pumbas gesehen. Also ich nenne die Tiere Pumbas wegen ‚Der König der Löwen‘, gemeint sind Wildschweine :p Diese Tiere sind ja so hässlich aber auch so amüsant anzuschauen, denn es sieht so aus, als würden sie auf High Heels laufen :P Das süßeste was ich je gesehen habe, waren die vielen Babyelefanten! Sie sind einfach so goldig und putzig anzusehen, wie sie ihren Big Mamas hinterherlaufen und es ihnen gleich tun wollen.. HABEN WILL!! Mittags haben wir dann gebraait, also gegrillt mit leckeren Salaten und Brot, und abends neben Zebras und Elefanten einen schönen Sonnenuntergang erlebt. Was ein wunderbarer Tag! (Auch wenn wir keine Löwen oder Leoparden gesehen haben ;) )


Der nächste Tag war genauso aufregend! Ich habe eine Pferdesafari gemacht.. 2 Stunden sind wir durch einen Teil des Nationalparks geritten, in denen auch die Big Five leben. Deswegen durften wir natürlich nur im Schritt reiten und der Führer hatte auch ein Gewehr mit sich! Normalerweise interessiert es weder Löwen noch Pferd wenn sie sich begegnen, aber man weiß ja nie.. Das hat alles noch viel spannender gemacht, denn wir sind geritten und ich habe nach links nach rechts nach vorne nach hinten geschaut, man weiß ja nicht, wo sich ein Tier aufhält. Ob man einen Babyelefanten auf dem nächsten Hügel entdeckt, ob eine Löwenfamilie hinter dem Busch liegt… totaler Nervenkitzel!

Einen Tag lang war ich in Port Elizabeth, eine andere Großstadt an der Küste. Fand ich jetzt aber nicht so spannend, Großstadt halt. Dort habe ich mir dann auch nur die Nägel machen lassen, einen Einkaufsbummel gemacht und bin etwas an der Strandpromenade entlang spaziert. Eine richtig schöne Zeit hatte ich dann aber in Jeffrey’s Bay.


Das kleine Örtchen ist das Surferparadies überhaupt, in welchem ich mich pudelwohl gefühlt habe. Das Backpackers war der Wahnsinn! Die Hostels davor in Coffee Bay und so waren schon meega, aber das in Jeffrey’s Bay war nochmal eine Nummer größer! Direkt am Strand, mit tollem Garten, der einen schönen Ausblick über das kleine Stadtzentrum, in welchem ich aufgrund mega cooler Outletstores zu viel Geld ausgegeben  habe:( , den Hauptstrand und das Meer! Jeden Abend haben wir den super schönen Sonnenuntergang beobachtet und einen Morgen habe ich auch den Sonnenaufgang  über dem Meer gesehen. Das war atemberaubend schön… die Farben und das Licht.. total schön <3 In Jeffrey’s Bay bin ich auch noch mal zwei Stunden gesurft, in denen ich zwar nicht wirklich besser wurde, die mir aber wieder unglaublich Spaß und Freude bereitet haben. Außerdem hatten wir eine tolle Strandparty bis drei Uhr am Morgen, einen leckeren Braai (= Grillabend), jedoch mit ekligem Lammfleisch, und einfach gaaanz viel Spaß. Ich bin so vernarrt in das Meer und habe die meiste Zeit am Strand oder auf einen der vielen Bänken des Backpackers, von welchen man direkt aufs Meer hinaus schauen kann, verbracht und gelesen, Musik gehört, gedöst, was auch immer.. Das Leben ist ja so schön!

Auf geht’s nach Plettenberg Bay:

Pfingsten habe ich in diesem schönen Ort auf der Garden Route verbracht. Das kleine Örtchen ist wirklich total süß! Eine eher reiche Gegend, dass kann man an den ganzen Villen und dollen Autos erkennen!  In Plett habe ich mich mit einer Freundin getroffen, die zuvor auch eine Freiwillige hier im Kinderheim war, aber jetzt in einem Schlangenpark in Plett arbeitet. Zusammen haben wir  eine schöne Zeit und lustige Momente erlebt! Plett ist auf jeden Fall auch einer meiner Favoriten meiner Reise. Die Landschaft ist total schön und man kann unendlich lange am Strand spazieren gehen. Auch der Ortskern lädt zum Eisessen ein, direkt am Strand war ich auch in einem Restaurant, mit der wohl besten Lage überhaupt! Ansonsten habe ich einen Wildpark, Jukani, besucht, in welchem Löwen, Leoparden, Hyänen, Cheetahs, Tiger und andere Wildkatzen leben. Die Tour war auf jeden Fall sehr interessant und ich habe viel gelernt, Leoparden sind wirklich hübsche Tiere! Aber die Tiere im echten Leben, frei in der Natur, zu sehen wie im Addo, hat mir doch mehr gefallen!

Knysna:


Die kleine Stadt Knysna hat mir auch  gut gefallen, erinnerte mich irgendwie ein bisschen an die Eifel trotz des Meers:D Dort bin ich aber leider krank geworden, ich war drei Tage richtig erkältet und mit mir war nicht soo viel anzufangen. Deswegen habe ich mich auch dazu entschieden, den geplanten Fallschirmsprung lieber doch nicht zu machen.


Vormittags habe ich mich dann erstmal ausgestattet mit dicken Socken, Nasenspray und sowas und mit Tee im Hostel auf der Veranda gechillt. Später bin ich dann mit einem Mädchen aber noch etwas raus gegangen um die Gegend zu erkunden. Am anderen   Tag bin ich zu den ‚Knysna Heads‘ gefahren.  Zwei Berge die so aussehen, als wären sie das Eingangstor von der Lagune in Knysna hinaus in den Indischen Ozean. Sehr beeindruckend! Und vom ‚westlichen Kopf‘ hat man auch eine grandiose Aussicht auf Knysna, die Lagune, den Wald und die Berge im Hintergrund. Auf der Aussichtsplattform habe ich dann auch vieles über die Pflanzenwelt kennengelernt, habe die Blätter eines Strauches aneinander reiben müssen um den starken Geruch nach frischem Marihuana inhalieren zu können, hatte, auch noch eine halbe Sunde später, den ekelhaftesten Geschmack im Mund den ich mir vorstellen könnte, nachdem ich in die Aloe Vera Pflanze gebissen habe..

Last but not least Wilderness:

-mein letzter Stopp auf der Garden Route-


Zu guter Letzt ging es dann fürs Wochenende nach Wilderness. Der Name sagt schon alles. Dort gibt es wirklich nur Natur, das ‚Zentrum‘ besteht aus einer Tanke, einem Spar, einem Bankautomaten, ein paar Restaurants. Gut so, so werde ich nicht wieder so viel Geld für Klamotten oder Souvenirs ausgeben ;-) Das Backpackers in Wilderness war dann noch mal der krönende Abschluss! Das Zimmer im ‚Beach House‘ hatte einen großen Balkon, von dem aus man nahe zu ins Meer hüpfen konnte. Mega toll! Mein Bett stand auch direkt an der Glasscheibe, sodass ich mich morgens Nicht Mals mehr bewegen musste um den Sonnenaufgang zu sehen oder nachts den Sternenhimmel zu bestaunen! Lange Strandspaziergänge gehören schon zum Ritual, man fühlt sich einfach so frei, es ist so entspannend dem Meeresrauschen zuzuhören und barfuß den warmen Sand zu spüren.


Weiterer krönender Abschluss war, dass ich nochmal einen Ausritt gebucht hatte. ;) Der war ganz anders als der in Coffee Bay, aber mindestens genauso schön! Das war mitunter eines der besten Erlebnisse meines Urlaubes!  Diesmal sind wir nicht am Strand geritten, sondern durch den tiefsten Dschungel. Das war so cool und mein Pferd war das beste überhaupt! Wir waren nur zu dritt und sind auch durch den Busch galoppiert! (Eins der wenigen Male, wo ich es nicht bereute, eine Brille zu tragen, da ich sonst bestimmt voll viele Sachen in die Augen bekommen hätte..)

Den letzten Tag habe ich dann auch nur im Bus verbracht, ca. sechs Stunden sind wir von Wilderness zurück nach Kapstadt gefahren. Es war wirklich ein unvergesslicher Urlaub, ich habe die verrücktesten und interessantesten Menschen kennengelernt und mit ihnen Abenteuer erlebt, die ich mir nie vorgestellt habe. Mit dem Wetter hatte ich total Glück, nur am letzten Tag hat es etwas geregnet.. Wilderness wollte mich wohl nicht gehen lassen :-P

Der Monat Reisen war total spannend und ich habe so viele schöne Momente erlebt, die ich nie vergessen werde. Aber ich habe mich auch wieder total auf zu Hause gefreut! Kapstadt ist einfach meine Stadt! Ich liebe Kapstadt :-D Und  ich habe meine beste Freundin Bintou so vermisst, meine anderen Freunde aus dem Kinderheim und die Kinder selber!

Jetzt sind es dann also noch 2.5 Monate in diesem wundervollen Land, in welches ich mich vom Anfang an verliebt habe! (Trotzdem haben wir natürlich alle beim Deutschland – Portugal Spiel unser Heimatland kräftig angefeuert!)


Ich bin schon gespannt, von welchen weiteren Abenteuern ich euch ganz bald berichten kann!


Was denkt Ihr über meinen Backpacking-Trip ? An welchen Orten ward ihr schon?

Ich freue mich über Kommentare! :)


Cheers ;-)


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